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Windows Live® Suchergebnisse BorkenkäferEnzyklopädieartikel
Borkenkäfer, Käferfamilie mit etwa 5 500 Arten, die weltweit verbreitet sind; in Mitteleuropa leben über 100 Arten. Borkenkäfer sind kleine, länglich walzenförmige Käfer, die sich in Zweigen, Ästen oder Stammpartien meist unter der Borke (siehe Rinde) oder im Holz von Bäumen entwickeln. Die bei uns verbreiteten Arten erreichen Körperlängen von ein bis neun Millimetern. Bei manchen Spezies sind die Männchen flugunfähig. Die meisten Arten befallen geschwächte oder absterbende Laub- und Nadelbäume, selten wird gesundes Holz angegriffen. Die Weibchen legen ihre Eier in Brutgänge, die in bestimmten Abständen meist senkrecht zu einem Hauptgang liegen. Jede Larve bildet ihren eigenen Gang senkrecht zum Gang des Muttertieres und verpuppt sich dort. Nach der Verwandlung zum erwachsenen Käfer bohrt sich dieser direkt an die Oberfläche. Die Weibchen wandern meist an einen anderen Ort ab und beginnen dort mit dem Bau neuer Gänge. Wenn Borkenkäfer in großer Zahl vorkommen, können sie weit reichende Forstschäden bewirken. Ihre Bohrgänge bilden charakteristische Muster, die artspezifisch verschieden sind. Borkenkäfer sind auch Überträger gefährlicher Pilzkrankheiten. Die Ulmensplintkäfer, eine Gattung kleiner Arten mit schwarzem Brustteil und roten Flügeldecken, sind die wichtigsten Überträger der Pilzsporen, die das Ulmensterben hervorrufen. Zur biologischen Bekämpfung von Borkenkäfern werden synthetisch hergestellte Pheromone eingesetzt. Diese Duftstoffe platziert man in Fallen, aus denen die Käfer nicht entweichen können. Natürliche Pheromone spielen eine wichtige Rolle, wenn Käfer Paarungspartner und Wirtspflanzen suchen. Systematische Einordnung: Borkenkäfer bilden die Familie Scolytidae. Der Hauptüberträger des Ulmensterbens, der Große Ulmensplintkäfer, heißt wissenschaftlich Scolytus scolytus.
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