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Windows Live® Suchergebnisse Xinjiang UygurEnzyklopädieartikel
Xinjiang Uygur, Verwaltungsregion mit Provinzstatus im äußersten Nordwesten Chinas, die auch als autonome Region Sinkiang Uighur bezeichnet wird. Sie grenzt im Westen und Nordwesten an Tadschikistan, Kirgistan und Kasachstan, im Nordosten an die Mongolei, im Osten an die Provinzen Gansu (Kansu) und Qinghai (Tsinghai), im Süden an Tibet und im Südwesten an Indien und Afghanistan. Die Region ist überwiegend von Bergen umgeben. In ihrem Zentrum erstreckt sich der Tian Shan von Ost nach West. Zwischen seinen hoch aufragenden Gipfeln erstrecken sich mehrere fruchtbare Täler und Ebenen. In einer dieser Ebenen liegt die Haupt- und zugleich wichtigste Stadt der Region, Urumchi. Südlich des Tian Shan breitet sich das gewaltige Tarimbecken aus, eine trockene, von der Wüste Takla Makan dominierte Region. Östlich der Wüste befindet sich Lop Nur, ein wanderndes Sumpf- und Seengebiet, das heute als atomares Testgelände dient. Der wichtigste Fluss ist der Tarim. Nördlich des Tian Shan liegt das semiaride Gebiet des Dsungareibeckens. Die Landwirtschaft der Region ist auf künstliche Bewässerung angewiesen. Zu den Anbauprodukten zählen Früchte, Weizen, Getreide und Baumwolle. Eine wesentliche Erweiterung der Anbaufläche könnte die Nutzung des Wassers eines unterirdischen Sees bringen, der im Februar 2003 in der Wüste Takla Makan entdeckt wurde. Xinjiang ist reich an Bodenschätzen wie Petroleum, Kohle, Gold, Blei, Kupfer, Zink und Uran. Öl- und Zuckerraffinerien, Stahlwerke und Chemiefabriken zählen zu den wichtigsten Industrien der Region. Auch Zement und Textilien werden hergestellt. Im Großen und Ganzen ist die verarbeitende Industrie aber relativ gering entwickelt. Die erste Eisenbahnlinie der Region, die Urumchi an das nationale Netz anschloss, wurde 1963 fertig gestellt. Die Uiguren, ein muslimisches, turksprachiges Volk, bilden zwar die größte ethnische Gruppe, stellen aber nicht die Bevölkerungsmehrheit. Zweitgrößte Bevölkerungsgruppe sind die Chinesen, zu den zahlenmäßig größten Minderheiten gehören u. a. Kasachen und Mongolen. Die Uiguren leiden unter schweren Repressionen seitens der chinesischen Regierung. Unter dem Vorwand, separatistische Tendenzen einzudämmen, ließ die Regierung zahlreiche Uiguren verhaften. Eine Vielzahl an Moscheen wurde geschlossen. Auf einer Landesfläche von 1 646 800 Quadratkilometern leben etwa 19,34 Millionen Menschen (2003).
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