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Windows Live® Suchergebnisse GinsterEnzyklopädieartikel
Ginster, Gattung mit etwa 90 Arten aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Die Ginsterarten sind meist laubwerfende, oft bedornte Sträucher mit sehr attraktiven, im Frühjahr in verschwenderischer Fülle erscheinenden Schmetterlingsblüten, die häufig gut duften. Im Allgemeinen sind diese gelb gefärbt und schmücken die Enden der Triebe in länglichen oder köpfchenförmigen Blütenständen. Ihre Heimat haben die Ginsterarten in Europa, Nordafrika und Westasien, doch werden sie z. B. auch in Gärten Nordamerikas kultiviert und sind vielfach verwildert und eingebürgert. Als Anpassung an ihren trockenen Lebensraum besitzen manche Ginster keine Blätter oder verlieren diese sehr früh, um den Wasserverbrauch einzuschränken. Häufig sind bei solchen Arten jedoch die Triebe grün, so dass diese die Photosynthese übernehmen können. Eine bekannte Art ist der bis etwa 60 Zentimeter hohe, unbedornte Färberginster, der in Europa, im Mittelmeergebiet und in Westsibirien vorkommt. Er besitzt prächtige gelbe Blüten, die einen gelben Farbstoff liefern. Außerdem enthält er einige Alkaloide mit harntreibender und abführender Wirkung und war daher früher als Heilpflanze geschätzt. Neben den eigentlichen Ginstern gibt es noch weitere Arten, die der ähnlichen Gestalt und Blüten wegen oft ebenfalls als Ginster bezeichnet werden, jedoch anderen Gattungen angehören. Dies gilt etwa für den Besenginster oder den Stechginster. Die steifen, aber elastischen Zweige des Besenginsters wie auch anderer, verwandter Arten wurden früher zu Besen gebunden. Systematische Einordnung: Ginster bildet die Gattung Genista der Familie Leguminosae. Der Färberginster trägt den botanischen Namen Genista tinctoria. Der Besenginster gehört zur Gattung Cytisus – er wird als Cytisus scoparius, teilweise auch als Sarothamnus scoparius bezeichnet –, der Stechginster zur Gattung Ulex. Weitere ginsterähnliche Gattungen sind Chamaecytisus oder Spartium.
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