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  • Pygmäen – Wikipedia

    Pygmäen ist ein traditioneller und gängiger, aber ethnologisch unbrauchbarer Sammelbegriff zur Bezeichnung einer Vielzahl kulturell unterschiedlicher Gesellschaften – ca. 150 ...

  • Roy Rockwood: Bomba bei den Pygmäen

    Bomba Among the Pygmies]. München: AWA, [ca. 1950]. Hansheinz Werner, Übs., 175 Seiten. Rezension

  • baka-pygmaeen : Baka-Pygmaeen

    baka-pygmaeen: Baka-Pygmaeen ... Pygmaeen und Waldvernichtung im Kongobecken Fotos unter Dateien Baka, Kamerun, Regenwald, Holzkonzerne, Pygmäen

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Pygmäen

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Jagdlied aus der Zentralafrikanischen RepublikJagdlied aus der Zentralafrikanischen Republik

Pygmäen (von griechisch pygmaĩos: eine Faust lang, zwergenhaft), Bezeichnung für klein gewachsene dunkelhäutige Menschen, bei denen die Körpergröße der erwachsenen Männer durchschnittlich unter 152 Zentimetern liegt.

Bereits Homer erwähnte Pygmäen, die gegen ihre Saatfelder verwüstende Kraniche kämpften. Für Herodot galt das Land südlich von Afrika als die Heimat dieser Menschen. Heute werden zu den Pygmäen Menschen im tropischen Regenwald Zentralafrikas, auf Malacca (die Senang), den Philippinen (z. B. die Aeta), im zentralen Neuguinea (verschiedene Völker) und auf den indischen Andamanen gerechnet. Einige Gruppen haben sich als Sammler und Jäger optimal an die natürlichen Bedingungen des Regenwaldes angepasst; andere sind sesshaft geworden und betreiben Landwirtschaft. Meist haben diese Gruppen die Sprache ihrer großwüchsigen Nachbarn übernommen, mit denen sie traditionell in enger wirtschaftlicher und kultureller Symbiose lebten. Die Anfang des Jahrhunderts von Wilhelm Schmidt aufgestellte These, wonach die afrikanischen Regenwald-Pygmäen und die asiatischen, Negritos genannten Pygmäen zu Beginn der menschlichen Entwicklung eine einheitliche „Urkultur” dargestellt hätten, ist heute widerlegt. Durch Blutgruppenuntersuchungen und andere Tests stellte sich heraus, dass sich die afrikanischen, ozeanischen, asiatischen und indischen Gruppen genetisch voneinander unterscheiden und sich unabhängig voneinander entwickelt haben.

Die afrikanischen Pygmäen bilden mit 150 000 bis 300 000 Angehörigen die zahlenmäßig größte Gruppe. Man geht davon aus, dass sie zu den ältesten Bewohnern des Kongotals gehören. Die am besten erforschte Gruppe, die Mbuti bzw. Bambuti, sind mit einer Durchschnittsgröße von 140 Zentimetern die kleinste bekannte menschliche Gruppe überhaupt. Die Mbuti unterhalten vielfältige soziale und wirtschaftliche Beziehungen zu den groß gewachsenen Nachbarethnien. So heiraten Frauen der Mbuti Männer aus Nachbarethnien, Mbuti-Männer aber keine Frauen aus diesen Ethnien. Die Symbiose zwischen Pygmäen und Feldbauern ähnelte traditionell einem Klientelverhältnis, bei dem die Bauern die Mbuti als ihren „Besitz” betrachteten. Für die verschiedenen Tätigkeiten, die die Mbuti in vorkolonialer Zeit für die Bauern verrichteten, erhielten sie Nutzungsrechte für den Urwald und Anteile aus der Ernte. Zu den Tätigkeiten zählten neben dem landwirtschaftlichen „Frondienst” auch Kriegsdienst oder Vermittlertätigkeiten bei Streitigkeiten zwischen Bauerngruppen. Auch in den rituellen Zeremonien ihrer Nachbarn spielten die Pygmäen eine bedeutende Rolle.

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