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    Dieser Artikel befasst sich mit den Eichbäumen; zu weiteren Bedeutungen siehe Eichen (Begriffsklärung) und Eiche (Begriffsklärung).

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Eiche

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StieleicheStieleiche

Eiche, artenreiche Gattung von Buchengewächsen, die in den nördlichen gemäßigten Klimazonen weit verbreitet ist.

Die Gattung umfasst etwa 500 Arten. Von den etwa zehn anderen Gattungen der Buchengewächse sind Eichen durch verschiedene botanische Merkmale unterscheidbar. Dazu zählen die winzigen, büscheligen Blüten und insbesondere die typischen Früchte, die Eicheln.

Eichen gedeihen in einer Reihe unterschiedlicher Habitate: von Meeresküsten bis zu steilen Berghängen und vom feuchten Tiefland bis zum hoch gelegenen, trockenen Tafelland. Sie blühen im Frühling, bevor die Blattknospen aufbrechen, und große Pollenmengen werden mit dem Wind verbreitet. Manche Eichen verlieren im Herbst ihre Blätter, andere Arten sind immergrün. Eine immergrüne Spezies ist die Steineiche der Mittelmeerländer. Eine wichtige sommergrüne Eiche Mitteleuropas ist die Stieleiche. Man erkennt sie an ihren kurz gestielten Blättern und lang gestielten Früchten. Sie kann ein Alter bis zu 1 000 Jahren erreichen. In Deutschland machen Eichen ein Zehntel der Waldfläche aus. Bei vielen Eichen im Osten der USA verfärbt sich das Laub im Herbst ähnlich wie bei den dortigen Ahornarten zu spektakulären Gelb- und Rottönen und trägt wesentlich zum beeindruckenden Naturschauspiel des „Indian Summer” bei. In den westlichen Vereinigten Staaten finden sich sowohl viele immergrüne als auch laubwerfende Eichenarten.

Eichen haben ein haltbares, widerstandsfähiges Holz und sind wichtige Nutzholzbäume. Das Holz wird in der Möbelindustrie, für Wein- und andere Fässer, als Dielenholz und für Furniere verwendet. Aus der dicken, schwammigen Rinde der Korkeichen, die in mediterranen Gegenden gedeihen, wird Kork gewonnen. Manche Arten liefern Tannine, die bei der Ledergerbung Verwendung finden, andere Arten enthalten Farbstoffe in ihrer Rinde. Eichen sind von gewisser gartenbaulicher Bedeutung, aber da die meisten Arten nur langsam wachsen, werden sie eher in öffentlichen Parkanlagen und Gärten als in Privatgärten gepflanzt.

In früheren Zeiten spielten Eicheln als Schweinefutter eine bedeutende Rolle: Die Tiere wurden auch in Eichenwälder getrieben, um sie zu mästen (noch heute bezeichnet man Jahre mit reicher Eichelbildung als Mastjahre). Nicht zuletzt damit dürfte auch die kultische Bedeutung der Eiche im germanischen Raum zusammenhängen; so wurde das germanische Thing meist unter einer alten Eiche abgehalten. Bis in die neuere Zeit wurden die Sieger bei sportlichen Wettkämpfen mit Eichenlaub geehrt sowie Münzen und Orden mit Eichenblättern verziert.

Systematische Einordnung: Eichen bilden die Gattung Quercus der Familie Fagaceae. Die Stieleiche heißt botanisch Quercus robur, die Steineiche Quercus ilex und die Korkeiche Quercus suber.

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