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BangladeschEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Zum Islam, der Staatsreligion, bekennen sich rund 87 Prozent der Bevölkerung; die meisten Muslime sind Sunniten. Etwa 12 Prozent der Bevölkerung sind Hindus, außerdem gibt es kleinere Gemeinschaften von Buddhisten, Christen und Anhängern indigener Religionen.
Weltliche Feiertage folgen dem westlichen Jahresrhythmus, die religiösen Feste jedoch dem Mondkalender. Dies erklärt, warum sie jedes Jahr auf einen anderen Tag fallen. Der bengalische Kalender legt die Jahreszeiten und Neujahr (Pahela Baishakh) fest. Ekushe February (21. Februar), auch Märtyrertag genannt, ist ein nationaler Trauertag in Gedenken an die drei Studenten, die bei einem politischen Aufstand im Jahr 1952 ums Leben kamen. Andere bedeutende Feiertage sind der Unabhängigkeitstag (26. März, Erklärung der Unabhängigkeit), der Tag der Arbeit (1. Mai) und der Siegestag (16. Dezember, tatsächliche Erlangung der Unabhängigkeit), der Nationalfeiertag von Bangladesch. Die wichtigsten muslimischen Feiertage sind Eid al-Fitr, ein dreitägiges Fest am Ende des Fastenmonats Ramzan (Ramadan), Eid al-Adha, bei dem an Abrahams Bereitschaft, seinen Sohn zu opfern, erinnert wird, und Shab-i-Barat, eine besondere Nacht, in der man um den Segen Allahs bittet. Einige Feste im Hinduismus, Buddhismus und Christentum werden auch als Feiertage begangen.
Viele Bewohner leiden an Unterernährung. Das Gesundheitswesen ist vor allem auf dem Land schwach entwickelt. Auf etwa 3 889 Einwohner kommt ein Arzt (2004). Bangladesch erhält umfangreiche Unterstützung aus dem Ausland.
In Bangladesch gibt es immer noch keine ausreichende Anzahl von Schulen und kulturellen Institutionen, obgleich die Anzahl der Einrichtungen in den siebziger Jahren wesentlich vergrößert wurde.
Das öffentliche Bildungswesen Bangladeschs folgt dem von den Briten vor 1947 erstellten Modell. Der Besuch der Grundschulen ist unentgeltlich, aber mindestens ein Drittel der Kinder wächst ohne Schulbildung auf. Der Alphabetisierungsgrad liegt bei 44,2 Prozent. Bangladesch besitzt mehrere Universitäten; die größte ist die University of Dhaka (1921). Weitere Hochschuleinrichtungen sind die Bangladesh University of Engineering and Technology (1962), die Jahangirnagar University (1970), beide in Dhaka, die Bangladesh Agricultural University (1961) in Mymensingh, die University of Chittagong (1966) und die University of Rajshahi (1953). Zu den Colleges gehören das Bangladesh College of Textile Technology (1950) in Dhaka und das Chittagong Polytechnic Institute (1962).
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