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Windows Live® Suchergebnisse Orléans (Stadt)Enzyklopädieartikel
Orléans (Stadt), Hauptstadt des französischen Departements Loiret, an der Loire gelegen. Orléans ist ein Verkehrs- und Handelszentrum. Bedeutende Industriezweige sind neben der chemischen Industrie die Nahrungsmittel- und Textilindustrie sowie der Maschinenbau. Auch der Fremdenverkehr leistet einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaft der Stadt. Die Kathedrale Sainte-Croix, die 1567 von den Hugenotten zerstört und ab 1601 wiederaufgebaut wurde, ist das herausragendste Bauwerk. Seit 1962 ist Orléans Universitätsstadt. An der Stelle der heutigen Stadt befand sich einst die keltische Siedlung Cenabum, die 52 v. Chr. von Gaius Julius Caesar niedergebrannt wurde. Der römische Kaiser Lucius Domitius Aurelian ließ sie wiederaufbauen und gab ihr den Namen Aurelianum, von dem sich die heutige Bezeichnung Orléans ableitet. Im 6. und frühen 7. Jahrhundert war Orléans Hauptstadt eines fränkischen Königreiches und später war sie die Lieblingsresidenz der Könige von Frankreich. Von 1428 bis 1429 wurde die Stadt während des Hundertjährigen Krieges von den Engländern belagert. Unter Führung von Jeanne d’Arc gelang dem französischen Heer die Befreiung Orléans von der englischen Besatzung. Während der Religionskriege des 16. Jahrhunderts war die Stadt ein Hauptquartier der Hugenotten. 1870, während des Deutsch-Französischen Krieges, wurde Orléans von den Deutschen besetzt und während des 2. Weltkrieges war die Stadt schweren Bombenangriffen ausgesetzt. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 114 000 (2005).
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