Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Schmuck", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Verwandte Elemente
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Schmuck

Windows Live® Suchergebnisse

  • Schmuck.de

    Das Internetportal informiert umfangreich zum Thema Schmuck. Verkauf und verschiedenste Serviceleistungen runden das Angebot ab.

  • Schmuck-Accessoires bei Schmuck.de

    Auf diesen Seiten finden Sie alle Produkte zum Thema Schmuck-Accessoires. ... Schmuck-Accessoires. Auf diesen Seiten finden Sie alle Produkte zum Thema Schmuck-Accessoires.

  • froufrou.de - Forum für Schmuck | Intro

    Schmuck von Uschy Schleipfer, Frankfurt am Main. Die Künstlerin stellt ihre Arbeiten vor und bietet Informationen aus dem Bereich des Goldschmiedens. Die Bestellung kann per ...

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse
Seite 2 von 3

Schmuck

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Brustschmuck TutanchamunsBrustschmuck Tutanchamuns
Artikelgliederung
5

Skythischer Schmuck

Ausgrabungen von königlichen Grabstätten haben eine Übersicht über den Schmuck der Skythen möglich gemacht. Das Nomadenvolk der eurasischen Steppen fertigte typische Objekte aus dem 1. Jahrtausend v. Chr., wie Beschlagstücke in Form von Hirschen oder anderen Tieren, in Gold getrieben oder geprägt und oft mit Einlegearbeiten aus farbigen Steinen oder Glas. Die umfangreichste Kollektion skythischen Schmucks befindet sich in der Eremitage in Sankt Petersburg.

6

Juwelen, Gold, Bronze und Email in der byzantinischen Kunst

Der byzantinische Adel trug Schmuck in verschwenderischer Pracht und Menge, wie auf dem Mosaikporträt der Kaiserin Theodora aus dem 6. Jahrhundert in der Kirche San Vitale in Ravenna in Italien zu sehen ist. Ihr Gewand ist ganz mit Gold durchwirkt und mit Juwelen besetzt. An Hals und Schultern trägt sie in Gold gefasste Perlen, Rubine und Smaragde, die girlandenartig von den Schläfen bis auf die Brust herabhängen.

Ein typisch byzantinischer Ohrring war halbmondförmig und aus getriebenem Gold. In der Mitte hatte er ein Kreuz in einem von Pfauen umrahmten Kreis. Der beliebteste Anhänger war das Kreuz, gefolgt von mit Juwelen besetzten Anhängern. Die meisten Fingerringe trugen christliche Symbole. Emailarbeiten, insbesondere Zellenschmelz, gelangten in der byzantinischen Kultur zu hoher Entfaltung und übten einen starken Einfluss auf den europäischen Schmuck der nachfolgenden Epochen aus. Ein schönes Beispiel ist die juwelenbesetzte Krone der Konstanze von Aragón aus dem 13. Jahrhundert im Dom von Palermo in Sizilien.

7

Mittelalterlicher Schmuck

Nach dem Niedergang des Römischen Reiches blieben die Formen und Techniken der römischen Goldschmiedekunst erhalten. Volksstämme aus Osteuropa vereinten römische Traditionen wie Goldfiligran und Fibelform mit der byzantinischen Zellenschmelztradition. Die fibelförmige, nadelähnliche Broschenart bekam eine runde Form. Solche Broschen wurden in Frankreich und in Skandinavien gefunden. Halbringförmige Broschen mit einer Nadel waren in Irland und im keltischen Britannien weit verbreitet. Ein berühmtes Beispiel hierfür ist die Tara-Brosche, zu sehen im National Museum, Dublin. Die häufigsten keltischen Motive waren stilisierte Tiere und sehr komplizierte Verschlingungen.

Ein wichtiges Verfahren bei der Herstellung von mittelalterlichem Schmuck war das Einfassen von Granatsplittern in Metallzellen wie beim Zellenschmelz. Hierzu zählen z. B. Schnallen und Spangen aus dem Schiffsgrab von Sutton Hoo in Suffolk, aus dem 7. Jahrhundert (heute im Britischen Museum) sowie eine mit Granat und Cabochon-Edelsteinen (rundgeschliffenen Edelsteinen) eingelegte Krone (Armería Real im Königspalast in Madrid), die dem westgotischen König Rekkeswind gehörte. Das berühmte Alfred-Juwel (9. Jahrhundert, Ashmolean Museum, Oxford) ist ein Beispiel für Zellenschmelz.

Ab dem 11. Jahrhundert galten Broschen weiterhin als meistvertretene Schmuckform. Sie waren meistens halbringförmig. Typisch für diese Epoche waren Ringe und getriebene oder emaillierte Anhänger in Form eines Kruzifixes oder mit einem anderen religiösen Motiv oder Anhänger, die eine heilige Reliquie enthielten. Im 14. und 15. Jahrhundert wurden Halsketten und Gürtel oder an Haarnetzen befestigter und auf die Kleidung aufgenähter Schmuck immer mehr zu einem wesentlichen Bestandteil der Kleidung.

8

Renaissance-Schmuck

Renaissance-Schmuck zeichnet sich durch Farbenpracht und durch plastisches Design aus. Religiöse Motive wurden nach und nach durch klassische und naturalistische Themen ersetzt. Typisch für diese Zeit ist der plastische Anhänger, der unregelmäßige Perlen, Email und farbige Edelsteine in sich vereint. Beliebt waren auch Broschen oder Anhänger mit einem Miniaturporträt. Halsketten, Ketten und Gürtel blieben weiterhin in Mode.

Seit Mitte des 15. Jahrhunderts wurde Schmuck ein wichtiger Bestandteil modischer Kleidung. Reich verzierte Samt- und Seidenkleidung war mit Perlen und funkelnden Edelsteinen bestickt. Schmuckdesigns, die teilweise von Hans Holbein dem Jüngeren und Albrecht Dürer stammten, wurden gedruckt und in ganz Europa in Umlauf gebracht. Berühmte Beispiele für juwelenbesetzte Anhänger aus dem 16. Jahrhundert sind das Phoenix-Juwel (Britisches Museum) und das Canning-Juwel (Victoria and Albert Museum, London).

9

Schmuck im 17. und 18. Jahrhundert

Der Schmuck aus späteren Epochen lässt sich in zwei Hauptgruppen einteilen: in Diamantschmuck, der normalerweise ein konservatives Design hatte, und in Schmuck, der die wechselnden Modeströmungen in der Kleidung und in der Kunst widerspiegelte. Im 17. Jahrhundert kamen neue Schleifverfahren für Edelsteine auf, die für mehr Leuchtkraft sorgten. Diamanten wurden die bevorzugten Steine für die Anfertigung von wertvollem Schmuck. Im 18. und 19. Jahrhundert stellte man Schmuck aus billigeren Materialien auf breiterer Ebene her. Man trug Diamantdiademe, -ringe und -broschen mit naturalistischem Design, gleichzeitig aber auch weniger kostspieligen Schmuck in einem klassizistischen Stil, der von Ausgrabungen in Pompeji und von der Wiederbelebung der Gotik, der Renaissance und des ägyptischen Stiles inspiriert worden war. Neben Gold und Halbedelsteinen wurden auch Legierungen, Glaspaste (für Edelstein-Imitationen), Stahl und Gusseisen verarbeitet. Zum Prägen und Ausschneiden von Mustern und Fassungen bediente man sich maschineller Verfahren.

Eine für diese Zeit charakteristische Schmuckform war die so genannte Parure, ein Set von mehreren zusammenpassenden Schmuckstücken. Zu einem solchen Set für Damen gehörten Halskette, Ohrringe und Brosche, manchmal auch Haarreif oder Ring. Ein Set für Herren bestand im 18. Jahrhundert aus Knöpfen, Schuhschnallen, Degengriff und den Abzeichen von Ritterorden. Viele Schmucksets und andere Juwelen wurden für die europäischen Königshäuser angefertigt, die über mehrere Jahrhunderte hinweg eine Sammlung von Krönungsinsignien, Staats- und persönlichem Schmuck, von bedeutenden Edelsteinen wie dem Koh-i-noor und den Hope-Diamanten zusammengetragen haben. Noch heute befinden sich im Tower in London, in der Wiener Schatzkammer und im Kreml in Moskau beeindruckende Sammlungen.

Einige der üppigsten europäischen Schmuckstücke wurden in Frankreich während des 2. Kaiserreiches angefertigt. Man legte besonderen Wert auf verschwenderisches Aussehen und auf den eigentlichen Wert der Edelsteine. Die gute handwerkliche Ausführung der Metallfassungen verschlechterte sich mit der Zeit. Vollendete Handwerkskunst fand man erneut in Russland am Ende des 19. Jahrhunderts, als Peter Carl Fabergé Accessoires wie Spazierstockknäufe, Dosen, Fächer und Bilderrahmen anfertigte. Wie schon die Goldschmiede-Juweliere der Renaissance spezialisierte sich Fabergé auf den Kontrast von Farben und Material.

Zurück
| |
Nächste
In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft