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  • Isidor von Sevilla - Ökumenisches Heiligenlexikon

    Isidor, Sohn einer vornehmen Familie, war der Bruder von Fulgentius, der == Florentina von Astigi und des Leander von Sevilla, der den jüngeren Bruder nach dem Tod der Eltern ...

  • Ueber Isidor von Sevilla

    Lexikographisches ; Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon: Isidor, Erzbischof von Sevilla ... Theologische Realenzyklopädie: Isidor von Sevilla Max Manitius:

  • Isidor von Sevilla – Wikipedia

    Isidor von Sevilla (* um 560 in Cartagena, Spanien; † 4. April 636 in Sevilla) wurde als Nachfolger seines Bruders Leander Bischof von Sevilla.

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Heiliger Isidor von Sevilla

Enzyklopädieartikel

Heiliger Isidor von Sevilla (um 560 bis 636), Bischof, Kirchenlehrer, Enzyklopädist. Seine besondere Leistung liegt im Sammeln und Vermitteln von antikem Geistesgut sowie von theologischen Werken der Väterzeit.

Isidor wurde in Sevilla geboren und in einem Kloster unter der Aufsicht seines Bruders, des heiligen Leander, erzogen. Er trat später dessen Nachfolge als Erzbischof von Sevilla an. Als Erzbischof förderte Isidor die Einheit und den Erhalt der spanischen Kirche, indem er die Westgoten, die im 5. Jahrhundert Spanien erobert hatten, zum Christentum bekehrte. Bei den Goten war noch stark der Arianismus verbreitet. Hierbei handelte es sich um eine Auffassung über die Natur Christi, die von der offiziellen Kirchenlehre abwich und die eine der bedeutendsten Spaltungen der Geschichte der Kirche mit sich brachte. Isidor von Sevilla führte auch den Vorsitz in einigen wichtigen Kirchenkonzilen. Das bedeutendste unter diesen war das vierte nationale Konzil von Toledo (633), in welchem die Einheit von Kirche und Staat, die Einrichtung von Domschulen in jeder Diözese sowie die Vereinheitlichung der liturgischen Praxis verabschiedet wurden.

In seinem wichtigsten Werk, den Etymologiae, versuchte Isidor das gesamte weltliche und religiöse Wissen zu vereinen. Das Werk umfasst 20 Bücher und enthält Informationen, die Isidor den Werken anderer Schreiber und römischer Persönlichkeiten entnommen hatte. Die Etymologiae wurde zum beliebtesten Handbuch für die Studenten des Mittelalters und blieb über Jahrhunderte hinweg das Standardnachschlagewerk. Sein literarisches Werk umfasst auch Abhandlungen über die Theologie, über die Heilige Schrift, über Linguistik, Wissenschaft und Geschichte. Sein Sententiarum Libri Tres gilt als erstes Handbuch christlicher Lehre und Ethik in der römischen Kirche.

Isidor starb in Sevilla am 4. April 636. Im Jahr 1598 wurde er heiliggesprochen und 1722 zum Kirchenlehrer erklärt. Sein Festtag fällt auf den 4. April.

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