![]() Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Sprechen und Sprachstörungen", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren. Verwandte Elemente
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Sprechen und Sprachstörungen |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Sprechen und SprachstörungenEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Stimme; Artikulation; Sprachfähigkeit und andere Faktoren; Sprachstörungen; Sprachtherapie
Sprechen und Sprachstörungen, lautliche Kommunikation des Menschen und ihre möglichen Störungen. Das Sprechen ist eine erlernte Form der Kommunikation, die den koordinierten Einsatz von Stimme, Artikulation und Sprachfähigkeit erfordert. Zwar sind viele Tiere in der Lage, ihren Artgenossen mit der Stimme einfache Mitteilungen zu machen, aber nur der Mensch kann echte Sprache hervorbringen (manche Vögel, z. B. Papageien und Beos, ahmen lediglich gesprochene Laute nach). Sprache bezeichnet im sprachwissenschaftlichen Sinn das gesamte System sprachlicher Zeichen, einschließlich Grammatik, Satzbau usw. – unter Sprechen versteht man die akustische Erzeugung von Sprache.
Stimmgeräusche entstehen im Kehlkopf (Larynx), wenn ausströmende Luft die Stimmbänder in Schwingung versetzt. Die Stimme ist in Höhe (Stimmlage), Klangfarbe und Lautstärke sehr variabel. Die zum Sprechen am besten geeignete Stimmlage ist bei jedem Menschen anders. Die optimale Tonhöhe und das Spektrum der Tonhöhen ergeben sich im Wesentlichen aus Länge und Größe der Stimmbänder. Innerhalb dieses Bereichs lässt die Stimmlage sich durch Veränderungen von Luftdruck und Spannung der Stimmbänder variieren. Zusammen bestimmen beide Faktoren darüber, wie schnell die Stimmbänder vibrieren: Je größer die Frequenz ist, desto höher klingt die Stimme. Ein weiterer Gesichtspunkt der Stimme ist die Resonanz. Ein Laut hallt nach seiner Entstehung in Brustkorb, Rachen und Mundhöhle, bzw. Nasenraum wider. Die Klangfarbe wird durch die Resonanz und die Art der Vibration der Stimmbänder bestimmt. Die bestimmenden Faktoren für die Lautstärke sind ebenfalls die Resonanz und die Intensität, mit der die Stimmbänder schwingen.
Als Artikulation bezeichnet man den Vorgang, durch den aus Stimmgeräuschen die Wörter der Sprache geformt werden. Zum Artikulationsapparat gehören Lippen, Zunge, Zähne, Kiefer und Gaumen. Die Sprache wird artikuliert, indem der stimmhafte oder stimmlose Luftstrom durch Bewegungen von Zunge, Lippen, Unterkiefer und Gaumensegel unterbrochen und geformt wird. Manche Sprachlaute bringen wir mit Hilfe der Zähne hervor. Siehe auch Phonetik
Sprache ist ein willkürliches System abstrakter Zeichen, auf das sich eine Gruppe von Menschen geeinigt hat, um Gedanken und Gefühle auszutauschen. Man unterscheidet verbale (gesprochene) und nonverbale Zeichen; zu den nonverbalen Zeichen gehören Gesten und Körperbewegungen (siehe Gebärdensprache). Beim Sprechen bedient man sich der Artikulationsfähigkeit; beim Schreiben treten an ihre Stelle die Buchstaben. Zum Verstehen und Hervorbringen von Sprache sind sowohl die Hörfähigkeit als auch visuelle Fähigkeiten erforderlich. Auch Sprechgeschwindigkeit und Sprechrhythmus spielen eine wichtige Rolle. Zusammenhängendes Sprechen darf weder zu schnell noch zu langsam sein, anderenfalls wird das Verständnis beeinträchtigt. Doch kann man „normales” Sprechen nicht genau definieren: Man beurteilt es im Wesentlichen danach, ob es zu Geschlecht, Größe, Alter, Persönlichkeit und Bedürfnissen der sprechenden Person zu passen scheint.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |