Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse PandasEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Pandas, zwei Gattungen asiatischer Bären mit je einer Art. Während der Große Panda aufgrund genetischer Untersuchungen heute den Großbären zugeordnet wird, stellt man den Kleinen Panda häufig in eine eigene, als Katzenbären bezeichnete Familie.
Der Kleine Panda oder Katzenbär gleicht in der Größe einer kräftigen Katze: Er hat eine Kopfrumpflänge von 56 bis 62 Zentimetern und wiegt etwa fünf Kilogramm. Männchen und Weibchen sind ungefähr gleich groß und schwer. Das Fell ist dicht, oberseits rötlich braun und unterseits sowie an den Beinen schwarz; das Gesicht ist rotbraun und weiß gemustert. Der etwa 30 bis 40 Zentimeter lange, buschige Schwanz ist rot und gelb geringelt. Die Schnauze ist kurz, die Ohren laufen spitz zu. Der Kleine Panda besitzt ebenso wie der Große Panda ein (allerdings weniger stark) verlängertes Sesambein am Daumen, mit dem er Bambus leicht greifen kann. Seine Krallen sind teilweise einziehbar, die Sohlen sind behaart. Kleine Pandas leben außer zur Fortpflanzungszeit zumeist als Einzelgänger. Sie bewohnen Bergwälder und Bambusdickichte im Südosten des Himalaya von Tibet bis in den Westen Chinas. Sie sind vorwiegend nacht- und dämmerungsaktiv. Ihre Hauptnahrung ist Bambus, daneben ernähren sie sich aber auch von Früchten, Wurzeln, Flechten, Eiern, Vögeln und Kleinsäugern. Das Weibchen bringt nach etwa viermonatiger Tragzeit zumeist zwei (maximal vier) Junge zur Welt, die es in einer mit Gras ausgepolsterten Baumhöhle oder Felsspalte ablegt. Die Jungen werden ungefähr fünf Monate gesäugt und sind mit anderthalb Jahren geschlechtsreif. In Gefangenschaft wurden Kleine Pandas maximal 14 Jahre alt. Der Kleine Panda ist durch Lebensraumzerstörung und Verfolgung durch den Menschen bedroht. Die World Conservation Union (IUCN) führt sowohl den Kleinen als auch den Großen Panda als gefährdet (endangered), beide sind durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen geschützt.
Der Große Panda ist eine außergewöhnliche, unverwechselbare, große Bärenart, die nur in einem kleinen Gebiet im Westen Chinas vorkommt. Er hat ein dichtes, weißes Fell mit schwarzer Zeichnung an Ohren, Gliedmaßen, Schultern und um die Augen; der Schwanz ist sehr kurz. Die Kopfrumpflänge beträgt 1,2 bis 1,5 Meter, das Gewicht 75 bis 160 Kilogramm. Die scheinbare sechste Vorderzehe ist keine Zehe, sondern ein verlängerter Handwurzelknochen (Sesambein), der wie ein Daumen zum Greifen von Nahrung eingesetzt wird. Der Große Panda besiedelt hoch gelegene Bambuswälder in klimatisch feuchten Regionen Zentralchinas, die im Sommer kühl und im Winter kalt sind; im Himalaya kommt er nicht vor. Er ernährt sich fast ausschließlich von dem nicht sehr nährstoffreichen Bambus, von dem er täglich etwa 15 Kilogramm fressen muss. Bei Bambussen kommt es periodisch zu Massenblüten, nach denen diese Gräser großflächig absterben, so dass die Tiere hungern müssen. Außer Bambus frisst der Große Panda aber auch Pflanzenzwiebeln, Wurzeln, Rinde, Eier und kleine Wirbeltiere wie Bambusratten und Fische. Große Pandas können gut klettern. Zur Tagesruhe ziehen sie sich oft in Felshöhlen, Felsspalten oder hohle Bäume zurück; Winterschlaf halten sie nicht, sondern begeben sich im Winter in tiefere Lagen ihres Lebensraumes. Den größten Teil des Jahres leben Bambusbären eher als Einzelgänger. Zur Fortpflanzungszeit hinterlassen beide Geschlechter in Analdrüsen produzierte Duftsekrete auf Felsen und Bäumen, und die Männchen lassen ihren brüllenden Ruf hören. Die Paarung findet von März bis Mai statt. Manchmal konkurrieren mehrere Männchen um ein Weibchen. Die befruchtete Eizelle nistet sich erst nach längerer Zeit in der Gebärmutter ein; abhängig davon dauert die Tragzeit etwa drei bis sechs Monate. Zumeist kommen ein oder zwei (manchmal drei) Junge zur Welt, die nur 85 bis 140 Gramm wiegen; in aller Regel wird nur eines der Jungen von der Mutter aufgezogen. Das Junge wird ein halbes Jahr gesäugt, im Alter von fünf oder sechs Jahren ist es geschlechtsreif. In Gefangenschaft wurden Große Pandas maximal 30 Jahre alt. Natürliche Feinde sind Rothunde und Leoparden. Nur wenn man ihnen zu nahe kommt, werden sie dem Menschen gelegentlich gefährlich. Durch die Zersplitterung seines Lebensraumes sind mehrere voneinander getrennte Populationen des Großen Pandas entstanden. Die Gesamtzahl der im Freiland lebenden Tiere wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts auf 1 600 geschätzt. Allerdings besteht die Hoffnung, dass deren Zahl deutlich größer ist: So waren im 26 Quadratkilometer großen Wanglang-Reservat 27 Große Pandas bekannt; DNA-Analysen (siehe Nucleinsäuren), die an dort gefundenem Pandakot durchgeführt wurden, ergaben jedoch, dass in diesem Reservat zum Zeitpunkt der Untersuchung mindestens 66 Große Pandas lebten (Current Biology, 2006). Mehrere Gebiete in der chinesischen Provinz Sichuan, in denen etwa ein Drittel des Gesamtbestands der Großen Pandas lebt, wurden 2006 als Sichuan Giant Panda Sanctuaries zum UNESCO Weltnaturerbe erklärt. Der Große Panda ist das Symboltier des World Wide Fund for Nature.
Der Kleine Panda oder Katzenbär heißt zoologisch Ailurus fulgens. Er wird heute zumeist als einzige Spezies der Familie Ailuridae eingeordnet. Der Große Panda oder Bambusbär heißt Ailuropoda melanoleuca. Er gehört in die Familie Ursidae.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |