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  • Pius IX. – Wikipedia

    Pius IX. (* 13. Mai 1792 in Senigallia als Grafensohn Giovanni Maria Mastai-Ferretti; † 7. Februar 1878 in Rom) war Papst von 1846 bis 1878. Er wurde im Jahr 2000 von Johannes ...

  • Pope Pius IX - Wikipedia, the free encyclopedia

    Pope Pius IX (May 13, 1792 – February 7, 1878), born Giovanni Maria Mastai-Ferretti, reigned as Pope of the Roman Catholic Church from his election in June 16, 1846, until his ...

  • Pius IX. - Ökumenisches Heiligenlexikon

    Graf Giovanni Maria Mastai-Ferretti wurde 1840 Kardinal und 1846 Papst. Die 32 Jahre seines Pontifikats sind die längste Amtszeit eines Papstes in der Geschichte der katholischen ...

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Pius IX.

Enzyklopädieartikel

Pius IX. (1792-1878), Papst (1846-1878). Während seines Pontifikats, das das längste in der Geschichte war, fand das 1. Vatikanische Konzil statt und endete der Kirchenstaat.

Pius IX., der ursprünglich Giovanni Maria Mastai-Ferretti hieß, wurde am 13. Mai 1792 in Senigalia Pius geboren und 1819 zum Priester geweiht. Ab 1827 war er Erzbischof von Spoleto, 1840 ernannte ihn Papst Gregor XIV., dessen Nachfolge er später antrat, zum Kardinal. Der Aufstand von Gaeta im Jahr 1848 zwang ihn zur Flucht. Zwei Jahre später konnte er mit Hilfe französischer Truppen wieder nach Rom zurückkehren.

Pius galt als Vertreter des Ultramontanismus, der für die Oberhoheit des Papstes in der Kirche eintrat. Es ist auf seine Initiative zurückzuführen, dass das 1. Vatikanische Konzil die Unfehlbarkeit des Papstes bestimmte. Er trat vehement für dieses neue Dogma ein („Ich bin die Tradition, ich bin die Kirche!”) und setzte es schließlich gegen den anfänglichen Widerstand der meisten Bischöfe durch (siehe Gallikanismus). 1854 erließ Pius in einer Bulle das Dogma von der Unbefleckten Empfängnis. Im Syllabus, einem Katalog von 80 „Zeitirrtümern”, verurteilte er 1864 die Säkularisation des geistigen, sittlichen und politischen Lebens. Die Veröffentlichung dieser „Kriegserklärung des Papsttums an die moderne Kultur” wurde in vielen Ländern verboten. In der Fachliteratur bleibt umstritten, ob und inwieweit Papst Pius IX. zur Zeit des 1. Vatikanischen Konzils überhaupt zurechnungsfähig war.

Die Besetzung Roms und der Rückzug der französischen Truppen führte 1870 zum Ende des Kirchenstaates. Der Legende nach soll Pius geäußert haben: „Ich mag wohl unfehlbar sein, aber jedenfalls bin ich bankrott.” Pius weigerte sich jedoch, den Parlamentsbeschluss von 1871 anzuerkennen, der Rom zur weltlichen Hauptstadt erklärte. Bis zu seinem Tod, am 7. Februar 1878, verließ er den Vatikan nicht mehr und betrachtete sich als Gefangener im eigenen Land. Erst der Lateranvertrag von 1929 regelte endgültig das Verhältnis zwischen dem Vatikanstaat, der Hauptstadt Rom und dem italienischen Staat.

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