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  • Gaetano Donizetti

    Donizetti, (Domenico) Gaetano (Maria) * 29. Nov. 1797 in Bergamo † 8. Apr. 1848 in Bergamo Komponist. der fünfte Sohn von Andrea Donizetti und Domenica Nava, stammte aus ...

  • Staatstheater Kassel | Inszenierungen | Der Liebestrank

    Von dieser heiteren Geschichte ließ sich Gaetano Donizetti zu einer schwungvollen und leuchtenden Musik inspirieren, die im Handumdrehen die Herzen erobert.

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Gaetano Donizetti

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Luciano Pavarotti singt L’elisir d’amore von DonizettiLuciano Pavarotti singt L’elisir d’amore von Donizetti
Artikelgliederung
1

Einleitung

Gaetano Donizetti (1797-1848), italienischer Komponist. Neben Gioacchino Rossini und Vincenzo Bellini zählt er zu den bedeutendsten Opernkomponisten der Belcanto-Epoche. Der melodische Reichtum und der Einsatz ungewöhnlicher Instrumente machten ihn zum Vorbild späterer Komponisten wie Giuseppe Verdi oder Hector Berlioz.

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Frühwerk

Domenico Gaetano Maria Donizetti wurde am 29. November 1797 in Bergamo (Italien) geboren. Seine musikalische Ausbildung erhielt er von 1806 bis 1815 am Konservatorium in Bergamo bei Simon Mayr (Harmonielehre, Komposition und Bratsche), Francesco Salari (Gesang) und Antonio Gonzales (Klavier). Von 1815 bis 1817 studierte Donizetti Kontrapunkt und Komposition bei Giuseppe Pilotti und Padre Mattei am Liceo Filarmonico in Bologna. Zurückgekehrt nach Bergamo schrieb Donizetti in kurzer Zeit eine Vielzahl von Streichquartetten, Sinfonien, Kirchenmusik und einige Opern. Seine erste aufgeführte Oper war Enrico di Borgogna (Venedig 1818). Aus der Reihe mehrerer erfolgloser Opern aus dieser Frühzeit stechen vor allem Il Falegname di Livonia (Venedig 1819) und Zoraide di Granata (Rom 1822) hervor. Ab 1822 schrieb Donizetti Opern „wie am Fließband”: In den sieben Jahren von 1822 bis 1829 komponierte er 23 Opern, allein im Jahre 1827 unterschrieb er einen Vertrag mit dem Opernintendanten Domenico Barbaia, der ihn in den folgenden drei Jahren zu zwölf neuen Opern verpflichtete.

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Künstlerischer Durchbruch und Erfolg in Neapel

Der Durchbruch als Komponist gelang Donizetti mit der Oper Anna Bolena, die im Dezember 1830 in Mailand mit Giuditta Pasta und Giovanni Battista Rubini in den Hauptrollen uraufgeführt wurde und die schon ein Jahr nach der Premiere in London übernommen wurde. Die nächste Operngruppe mit L’elisir d’amore (Mailand 1832; Der Liebestrank) und Lucrezia Borgia (Mailand 1833) gipfelte in dem Meisterwerk Lucia di Lammermoor (Neapel 1835). Bereits seit 1834 lehrte Donizetti als Professor für Kontrapunkt am Konservatorium in Neapel, dessen Leitung er 1837 als Nachfolger von Nicola Antonio Zingarelli übernahm. Donizetti, der häufig auf Reisen war, erhoffte sich zu dieser Phase seiner Laufbahn Sesshaftigkeit in Neapel. Nachdem jedoch 1837 seine Ehefrau gestorben war und die Premiere der Oper Poliuto von der neapolitanischen Zensur verhindert worden war, kehrte er Neapel den Rücken und zog nach Paris. Hier setzte er seine Opernerfolge fort, u. a. mit La Fille du Régiment (Paris 1840; Die Regimentstochter), Les Martyrs (Paris 1840, eine überarbeitete Fassung des verbotenen Poliuto) und dem sensationellen Erfolg La Favorite (Paris 1840). 1841 kehrte Donizetti nach Italien zurück, wo er die beiden Opern Adelia (Rom 1841) und Maria Padilla (Mailand 1841) zur Aufführung brachte. Während eines Wien-Aufenthalts machte die dort uraufgeführte Oper Linda di Chamounix (1842) einen solch großen Eindruck auf den österreichischen Kaiser, dass dieser Donizetti zum Wiener Hofkompositeur und Kaiserlichen Kapellmeister ernannte.

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Die Zeit in Paris

Die Opern Don Pasquale (Paris 1843), ein sensationeller Erfolg in der französischen Hauptstadt, und Catarina Cornaro (Neapel 1844) waren die letzten Opern des Komponisten. 1845 erlitt Donizetti in Folge einer Syphiliserkrankung einen Paralyse-Anfall, von dem er sich nicht mehr erholte. Er fiel in geistige Umnachtung und wurde in eine Anstalt in Ivry bei Paris gebracht, 1847 dann nach Bergamo. Donizetti starb am 8. April 1848 in Bergamo.

Nach Donizettis Tod wurden noch drei weitere, bis dahin nicht aufgeführte Opern herausgebracht: Rita (1860), Gabriella di Vergy (1869) und Il Duca d’Alba (1882; Le Duc d’Albe, vollendet von Matteo Salvi). Neben seinen mehr als 70 Opern umfasst das Œuvre Donizettis über 250 Lieder, Arietten, Duette und Kanzonetten, Sinfonien, sieben Messen, drei Oratorien sowie Kantaten, Vespern, Psalmen und Motetten. Im Bereich der Kammermusik gibt es 19 Streichquartette und zahlreiche Werke der Klaviermusik. Der Erfolg seiner Bühnenwerke übertraf den seiner Kompositionen in anderen Gattungen bei weitem. Eine zeitgenössische Karikatur Donizettis trägt die Bildunterschrift: „Er komponierte so schnell, dass er mit beiden Händen gleichzeitig schrieb.”

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