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Kaiser

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Die römischen KaiserDie römischen Kaiser

Kaiser, der höchste weltliche Herrschertitel, abgeleitet von dem Beinamen Caesar der römischen Kaiser.

Im Römischen Reich bezeichnete der Beiname Caesar den Herrscher des Reiches– unabhängig von dessen offiziellem Titel Augustus Imperator oder Princeps; die römische Kaiseridee schloss die Weltherrschaftsidee ein. Das antike Kaisertum erlosch 476 in der westlichen Reichshälfte; in der östlichen bestand es bis 1453.

Mit der Kaiserkrönung Karls des Großen durch den Papst 800 entstand als Erneuerung des weströmischen Kaisertums das abendländische Kaisertum. Die abendländische Kaiseridee implizierte ein geeintes christliches Reich, dessen Herrscher, der Kaiser, „von Gottes Gnaden” erwählt sei und regiere. Nach einem zeitweiligen Niedergang des Kaisertums unter den späten Karolingern erneuerte Otto I. 962 das abendländische Kaisertum und begründete gleichzeitig die Tradition der Anwartschaft des deutschen Königtums auf die Kaiserwürde, die der Papst durch Krönung und Salbung verlieh. Der Erwerb der Kaiserwürde bedeutete gegenüber der Königswürde keinen Zuwachs an Rechten; aber der Kaiser galt als Schirmherr der römischen Kirche und der ganzen Christenheit und hatte den anderen Herrschern gegenüber einen Vorrang an Würde und – allerdings nur theoretisch – die Oberhoheit über alle christlichen Herrscher. In Folge des Investiturstreites und der damit einhergehenden Auseinandersetzung zwischen Papsttum und Kaisertum kam es schließlich zu einem deutlichen Autoritätsverlust des Kaisertums, aber auch zu einer zunehmenden Emanzipation des Kaisertums vom Papsttum; 1530 wurde mit Karl V. ein letztes Mal ein Kaiser vom Papst gekrönt.

1806 legte Franz II. die Kaiserwürde des Heiligen Römischen Reiches nieder; zwei Jahre zuvor hatte er in Reaktion auf das Kaisertum Napoleons I. den Titel eines Kaisers von Österreich angenommen. Im Deutschen Reich entstand 1871 auf Initiative Bismarcks mit der Kaiserproklamation Wilhelms I. ein Kaisertum, das am Ende des 1. Weltkrieges 1918 ebenso wie das österreichische unterging.

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