Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse IsomerEnzyklopädieartikel
Isomer (griechisch isos: gleich; meros: Teil), chemische Bezeichnung für eines von zwei oder mehreren Molekülen mit analoger chemischer Zusammensetzung, aber unterschiedlicher Anordnung der Atome innerhalb des Moleküls.
Dieses Phänomen wird in der Chemie auch Isomerie genannt. Es gibt verschiedene Arten von Isomerie. Bei einer Strukturisomerie sind die Atomanordnungen der Moleküle unterschiedlich, ein Beispiel hierfür wäre 1-Butanol (C4H9OH) und Diethylether (C2H58O8C2H5). Bei der so genannten Stellungsisomerie steht die Stellung einer funktionalen Gruppe innerhalb des Moleküls im Vordergrund. Als ausgewähltes Beispiel für diese Form sei 1-Propanol (C3H7OH) und 2-Propanol (CH3CH(OH)CH3) genannt. Für die so genannte Stereoisomerie kennt man mehrere verschiedene Formen. Bei der Stereoisomerie sind die Atome zwar in gleicher Reihenfolge angeordnet, aber die Moleküle der Isomeren verhalten sich beispielsweise wie räumliche Spiegelbilder (wie die linke und die rechte Hand). Bei einer anderen besonderen Form, der cis-trans-Isomerie, beruhen die verschiedenen Anordnungen der Atome auf der gehinderten Drehbarkeit bestimmter Bindungen (siehe organische Chemie). Ein Beispiel hierfür ist die cis-trans-Isomerie von 2-Buten:
Auch bei bestimmten Atomkernen gibt es Isomerie – die so genannte Kernisomerie (siehe Nuklide). Kernisomere enthalten wohl die gleiche Anzahl von Protonen und Neutronen, befinden sich aber in unterschiedlichen Energiezuständen. Diese Isomere entstehen beispielsweise beim Beschuss von Atomkernen mit subatomaren Teilchen oder beim Zerfall radioaktiver Kerne. Siehe Radioaktivität Neben den hier genannten Formen der Isomerie kennt man noch eine ganze Reihe anderer Möglichkeiten für dieses Phänomen.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |