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New Orleans, Stadt im Süden des US-Bundesstaates Louisiana, am Lake Pontchartrain, nahe der Mündung des Mississippi in den Golf von Mexiko gelegen. Weite Teile der Stadt befinden sich unterhalb des Meeresspiegels. Um New Orleans vor Überflutungen zu schützen, wurden mehrere Deiche angelegt, die jedoch Ende August 2005 der Flutwelle, die dem Hurrikan Katrina folgte, nicht Stand hielten. Bei diesem Ereignis wurden weite Teile der Stadt überschwemmt. Die tiefe Lage der Stadt bestimmte seit jeher auch die Bauweise der Gebäude. Durch eine als „mudjacking” bezeichnete Technik wurden immer mehr Häuser auf dem weichen Untergrund stabilisiert. Dabei werden in das Fundament der Gebäude Löcher gegraben und mit einer Mischung aus Zement und Schlamm aufgefüllt.
Durch die Folgen des Hurrikans kam in dem traditionell bedeutenden Zentrum der Schifffahrt das wirtschaftliche Leben zunächst zum Erliegen. Die vollständige Beseitigung der Schäden wurde auf mehrere Jahre veranschlagt. Die Bedeutung der Stadt als einer der wichtigsten Binnenhäfen der USA basiert auf ihrer Lage am Mississippi, am Intracoastal Waterway und am Mississippi River-Gulf Outlet Canal. Hohe Erlöse wurden in den letzten Jahrzehnten vor allem mit dem Export von in den Südstaaten der USA gefördertem Erdöl sowie Agrarprodukten wie Baumwolle, Zucker und Reis erzielt. Importprodukte wie Bananen, Kakao und Kaffee stammen zum großen Teil aus Mittel- und Südamerika. Im produzierenden Gewerbe vollzog sich ein Wandel: Während früher der Schiffbau vorherrschender Produktionszweig war, erlangten später Luft- und Raumfahrtindustrie, Automobilbau, Erdölverarbeitung, Nahrungsmittel- und Textilindustrie, Salzgewinnung sowie Seefischerei und Herstellung von Fischkonserven große Bedeutung.
Der älteste Teil von New Orleans ist das Vieux Carré oder French Quarter, das französische Viertel. Die Altstadt ist französisch und spanisch geprägt; hier dominieren enge Straßen und alte Häuser mit schmiedeeisernen Balkonen und Arkaden. Am Jackson Square im Zentrum der Altstadt liegen die Saint-Louis-Kathedrale und der Cabildo, der ehemalige Gouverneurspalast aus der spanischen Kolonialzeit. Weitere bekannte Bauwerke sind das Presbytère (ehemaliges Kloster des Kapuzinerordens, später Gerichtsgebäude) und der französische Markt, beide aus dem Jahr 1791, sowie die Bank of Louisiana von 1821. Nördlich an die Altstadt schließt sich das amerikanische Viertel an. Dort befindet sich auch das Sportstadion Superdome, eine der weltweit größten freitragenden überdachten Hallen. Der Superdome bietet 87 000 Sitzplätze und wurde 1975 fertig gestellt. Die Basin Street und die Bourbon Street waren Anfang des 20. Jahrhunderts die Geburtsstätte des New-Orleans-Jazz.
Zu den höheren Bildungseinrichtungen zählen u. a. die Tulane University of Louisiana (1884), die Loyola University (1912) und die Southern University (1956). Wichtige kulturelle Einrichtungen sind mehrere Museen (u. a. das Kunstmuseum von New Orleans und das Wachsmuseum) und ein Opernhaus. Als Hochburg des Jazz bietet New Orleans zahlreiche Bars und Clubs mit Live-Jazz. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts ist New Orleans alljährlich Schauplatz des Mardi Gras, eines karnevalsähnlichen Festes, das von den französischen Kolonisten eingeführt wurde.
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