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Windows Live® Suchergebnisse DortmundEnzyklopädieartikel
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Dortmund, Stadt in Nordrhein-Westfalen, im Osten des Ruhrgebiets, an der oberen Emscher gelegen.
Dortmund, die größte Stadt Westfalens, ist über den Dortmund-Ems-Kanal mit der Nordsee verbunden. Bis in die achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts war Dortmund ein Zentrum der Schwerindustrie und hat seither einen aktiven Strukturwandel hin zu einem modernen Dienstleistungsstandort vollzogen. Die Stadt ist Sitz zahlreicher Großhandelsunternehmen und Großbrauereien; verstärkt haben sich auch Betriebe der Kommunikationstechnologie niedergelassen. Wichtigste Produktionsgüter sind darüber hinaus weiterhin Eisen und Stahl sowie Maschinen und Elektrogeräte. Mittlerweile arbeiten rund zwei Drittel der Beschäftigten im Dienstleistungsbereich. Dortmund ist ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt. Hier befinden sich die Kreuzungspunkte wichtiger Eisenbahnlinien und Fernstraßen. Der Dortmunder Hafen zählt zu den größten Binnenhäfen in Deutschland, der Flussschifffahrt stehen Verbindungen zu wichtigen europäischen Seehäfen zur Verfügung. In Wickede befindet sich der internationale Flughafen von Dortmund. Eine Besonderheit des öffentlichen Nahverkehrs ist die 1984 in Betrieb genommene Hängebahn; ihr Streckennetz hat eine Länge von mehr als zwei Kilometern.
Dortmund ist Sitz zahlreicher Bildungseinrichtungen und Forschungsinstitute. Dazu gehören u. a. die 1968 eröffnete Universität, (siehe Universität Dortmund) an der etwa 25 000 Studenten immatrikuliert sind, die Fachhochschule, die Evangelische Landeskirchenmusikschule, die Musikhochschule, die Max-Planck-Institute für Ernährungsphysiologie und Systemphysiologie, das Institut für Zeitungsforschung sowie das Institut für Unfallforschung und Arbeitsschutz. Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören die Marienkirche (Baubeginn um 1220; sie birgt den von Konrad von Soest gefertigten Marienaltar), die Reinoldikirche mit ihrem 104 Meter hohen Turm (13. Jahrhundert) und die Kirche Sankt Petri (Baubeginn 1320). Jüngeren Datums sind die Landesbibliothek (1949-1951), die Westfalenhalle (1949-1952; eine der größten Sport- und Mehrzweckhallen Europas) und das Stadttheater (1956-1965). Hohe Besucherzahlen verzeichnen das Brauereimuseum, das Westfälische Industriemuseum, das Nahverkehrsmuseum Dortmund und das Museum für Kunst und Kulturgeschichte, in dem 2005 die Kleine Nationalgalerie, eine Niederlassung der Alten Nationalgalerie in Berlin, eröffnete. Der Westfalenpark im Süden der Stadt wird für zahlreiche Freizeitaktivitäten genutzt. Auf seinem Gelände befindet sich auch ein Meeresaquarium mit rund 30 Becken. Darüber hinaus ist Dortmund bekannt für seine Pferderennbahn und seine Spielbank.
Die Siedlung am Hellweg, aus der Dortmund hervorging, wurde um 885 n. Chr. erstmals erwähnt und erhielt 990 Marktrecht. Sie entwickelte sich aufgrund ihrer günstigen Lage rasch zu einem Handelszentrum. Dortmund war die einzige Reichsstadt Westfalens. Sie schloss sich dem Westfälischen und dem Rheinischen Städtebund an und trat Mitte des 13. Jahrhunderts der Hanse bei. Mitte des 16. Jahrhunderts setzte ein wirtschaftlicher Niedergang ein. Dortmund fiel 1803 an Nassau, kam 1808 zum Großherzogtum Berg und wurde 1815 Teil Preußens. Mit der Errichtung Eisen verarbeitender Betriebe und dem einsetzenden Kohlenbergbau begann Mitte des 19. Jahrhunderts die Entwicklung zur modernen Industriestadt. Der Bau des Dortmund-Ems-Kanals und die Anlage eines Hafens beschleunigten den wirtschaftlichen Aufschwung Dortmunds. Während des 2. Weltkrieges wurden etwa zwei Drittel des Stadtgebiets zerstört. In der Folgezeit profitierte Dortmund von der weltweit hohen Nachfrage nach Kohle, Eisen und Stahl und wurde zu einem der wichtigsten Industriestandorte in Deutschland. Angesichts der sich in der Schwerindustrie abzeichnenden Krisen entwickelte sich Dortmund seit den achtziger Jahren verstärkt zu einem Dienstleistungszentrum. Dieser Strukturwandel ging einher mit dem Ausbau der Universität, an der vor allem im Bereich Technologie neue Forschungsschwerpunkte entstanden. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 589 000 (2005).
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