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Windows Live® Suchergebnisse PlanktonEnzyklopädieartikel
Plankton, Sammelbezeichnung für eine Vielzahl von Meeres- und Süßwasserorganismen, die an der Wasseroberfläche oder nahe unter ihr treiben. Die Fortbewegung des Planktons hängt in großem Umfang von Gezeiten, Strömungen und Winden ab, da sie zu klein oder zu schwach sind, um gegen die Strömung zu schwimmen. Denjenigen Teil des Planktons, zu dem mikroskopisch kleine Algen und Pilze gehören, nennt man Phytoplankton. Wichtige Gruppen sind Kieselalgen, Braunalgen und Grünalgen. Cyanobakterien gehören zum Bakterioplankton. Das Zooplankton umfasst Protozoen (Einzeller) und kleine Krebstiere, Quallen, Würmer und Mollusken sowie die Eier und Larven vieler meeres- und süßwasserbewohnender Tierarten. Bedeutende Protozoengruppen im Zooplankton sind die Dinoflagellaten und Foraminiferen. Die Dichte des Planktons schwankt in Abhängigkeit von der Verfügbarkeit der Nährstoffe und von der Wasserstabilität. Ein Liter Seewasser kann mehr als 500 Millionen Planktonlebewesen (Planktonten) enthalten. Meeresplankton vermehrt sich manchmal so stark, dass die Planktonten das Wasser verfärben. Solch ein plötzlicher Populationsanstieg wird Wasserblüte genannt. Eine so genannte Rote Tide wird von Milliarden von Dinoflagellata verschiedener Arten hervorgerufen; diese Wasserblüten können auch für den Menschen gefährlich sein, da die Algen giftige Substanzen (Neurotoxine) erzeugen, außerdem geht eine Rote Tide mit Sauerstoffmangel einher. Nach dem Verzehr vergifteter Muscheln kann ein Mensch innerhalb von 24 Stunden an Atemstillstand sterben. Im Jahr 1946 trat nahe Fort Myers (Florida) im Golf von Mexiko eine Rote Tide auf, bei der Fische, Schildkröten, Austern und andere Meerestiere starben. Im April 1998 beeinträchtigte eine massive Rote Tide die Fischerei vor der südchinesischen Küste. Das Cyanobakterium Trichodesmium erythraeum färbt beim Absterben manchmal das Wasser rot; das Rote Meer trägt seinen Namen nach dieser Färbung. Man schätzt, dass 90 Prozent der gesamten Photosynthese und der Freisetzung von Sauerstoff in den Meeren stattfinden. Meeres-Phytoplankton ist das erste Glied in den langen Nahrungsketten der Wasserlebewesen. Das Zooplankton ernährt sich vom Phytoplankton und dient seinerseits größeren Tieren wie Fischen und sogar dem größten Säugetier als Nahrung, dem Blauwal. Wegen des hohen Proteingehalts des Planktons untersucht man seine Eignung als Nahrung für Menschen. Wie die Zeitschrift Nature 2000 berichtete, sind Planktonorganismen von Arktis und Antarktis überraschenderweise nahe miteinander verwandt. Bislang hatte man angenommen, sie könnten die warmen Meere niederer Breitenlagen nicht passieren und seien seit Jahrmillionen voneinander isoliert. Siehe auch Meereslebewesen
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