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Seeschwalben

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KüstenseeschwalbeKüstenseeschwalbe

Seeschwalben, Familie schlanker Seevögel, die mit den Möwen verwandt sind.

Der Verbreitungsschwerpunkt der weltweit vorkommenden Arten liegt in den Tropen und Subtropen. Viele Arten sind Zugvögel und ziehen über große Strecken. Die an mitteleuropäischen Meeresufern vorkommende Küstenseeschwalbe brütet beispielsweise im Norden und zieht im Herbst in die Antarktis. Wie die Neuseeländische Ornithologen-Gesellschaft 1997 mitteilte, bewältigte eine Fluss-Seeschwalbe die 26 000 Kilometer lange Distanz von ihrem Brutplatz in Finnland bis an die Südostküste Australiens in rund 140 Tagen; dies ist die längste für einen Zugvogel belegte Wanderstrecke.

Die meisten Seeschwalben haben unterseits ein weißes, oberseits ein graues Gefieder mit einer schwarzen Kopfkappe und zum Teil auffallend gefärbten Beinen und Schnäbeln. Weiterhin sind sie durch kurze Beine, schmale Flügel, einen spitzen Schnabel sowie einen gegabelten Schwanz gekennzeichnet. Ihre Länge beträgt zwischen 20 und 51 Zentimetern. Mit einer Spannweite von 135 Zentimetern ist die Raubseeschwalbe die größte Art. Die Zwergseeschwalbe ist die kleinste Seeschwalbe. Sie erreicht eine Länge von 20 Zentimetern und eine Spannweite von 51 Zentimetern.

Viele Seeschwalben kommen an Meeresküsten vor, wo sie sich von Fischen und kleinen wirbellosen Meerestieren ernähren. Einige Arten, wie die Fluss-Seeschwalbe, brüten im Binnenland an Flüssen, Seen und Teichen. Die Trauerseeschwalbe brütet ausschließlich an Binnengewässern und ernährt sich vorwiegend von Wasserinsekten, die sie im Flug von der Wasseroberfläche abpickt.

Seeschwalben brüten zumeist am Boden in dichten Kolonien. Sie nisten in offenen Landschaften an Stränden oder in der Tundra. Ihre Nester variieren in ihrer Form von einfachen Mulden zu aufwendigen Gebilden aus Zweigen, Gras und Muschelstückchen. Die Tölpelseeschwalben bilden eine Gattung dunkel gefärbter, tropischer Seeschwalben. Sie brüten in Bäumen oder an steilen Felshängen. Die Feenseeschwalbe besiedelt tropische Meeresinseln und zeigt ein abweichendes Brutverhalten. Ihr einziges Ei wird auf einem Ast oder auf Felsen ohne Nest ausgebrütet. Tropische Seeschwalben legen selten mehr als ein Ei. Das Gelege nördlicher Arten, wie das der Fluss-Seeschwalbe, umfasst meist drei oder vier Eier.

Seeschwalben erreichen ein hohes Lebensalter. Die meisten Tiere beginnen im Alter von drei Jahren mit dem Brüten, obwohl sie oft auch schon eher zu den Kolonien zurückkehren, in denen sie geboren wurden. Die Rußseeschwalbe lebt in der Nähe tropischer Inseln und kommt nur zum Brüten an Land. Ihr Gefieder ist nicht wasserdicht, weshalb die Jungvögel oftmals bis zu drei Jahre in der Luft verbringen, bis sie zum Brüten in die Kolonien zurückkehren.

Systematische Einordnung: Seeschwalben bilden die Familie Sternidae aus der Ordnung Charadriiformes. Die wissenschaftliche Bezeichnung der Küstenseeschwalbe lautet Sterna paradisaea, die der Raubseeschwalbe Hydroprogne caspia und die der Zwergseeschwalbe Sterna albifrons. Die Sumpfseeschwalbe wird wissenschaftlich als Sterna fosteri und die Trauerseeschwalbe als Chlidonias niger bezeichnet. Tölpel- oder Noddiseeschwalben bilden die Gattung Anous. Die Feenseeschwalbe heißt Gygis alba. Die Fluss-Seeschwalbe heißt Sterna hirundo und die Rußseeschwalbe Sterna fuscata.

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