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Koala

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Koala als BlätterfresserKoala als Blätterfresser
Artikelgliederung
1

Einleitung

Koala, baumbewohnendes Beuteltier Australiens.

2

Körperbau

Koalas erreichen eine Kopfrumpflänge von etwa 65 bis 80 Zentimetern und ein Gewicht von 4 bis 15 Kilogramm; Weibchen sind etwas kleiner als Männchen. Der Kopf ist groß und rund, die ebenfalls runden Ohren sind behaart. Der kräftige Körper ist mit einem dicken, aschgrauen Fell bedeckt; ein Schwanz ist nur rudimentär entwickelt. Die Beine sind kurz, die großen Füße weisen jeweils fünf Zehen auf. Zwei der Zehen können den anderen drei gegenübergestellt werden; jede Zehe hat eine kräftige Kralle.

3

Fortpflanzung und Verhalten

Das Weibchen bringt nach einer Tragzeit von etwa 35 Tagen zumeist nur ein Junges (selten Zwillinge) zur Welt, das bei der Geburt nur ein halbes Gramm wiegt und ungefähr sieben Monate im Beutel bleibt. Im Alter von etwa einem halben Jahr frisst das Junge außer Milch auch einen speziellen Blinddarmkot der Mutter; dieser enthält Mikroorganismen, die es zur Verdauung von Pflanzen braucht. Nach dem Verlassen des Beutels wird das Junge auf dem Rücken des Weibchens umhergetragen, bis es halbwegs ausgewachsen ist. Zumeist im Alter von einem bis anderthalb Jahren verlässt es die Mutter. Koalas können in Gefangenschaft etwa 20 Jahre alt werden.

Koalas kommen nur in den Eukalyptuswäldern Ostaustraliens vor und sind häufig auf den hohen Eukalyptusbäumen zu finden, denn sie ernähren sich vorwiegend von Blättern bestimmter Eukalyptusarten, manchmal auch anderer Holzgewächse. Die trägen Tiere bleiben oft mehrere Tage auf demselben Baum, die Männchen sind aktiver als die Weibchen. Koalas sind meist dämmerungs- und nachtaktiv, doch können sie auch tagsüber Nahrung aufnehmen. Sie schlafen pro Tag etwa 18 bis 20 Stunden eingerollt im Geäst, wobei sie die Zweige mit ihren Füßen festhalten.

4

Bestand und Gefährdung

Die Koalabestände vor der Besiedlung Australiens durch Europäer sind unbekannt. In den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts wurden Millionen Koalas wegen ihres weichen, dichten Pelzes geschossen; unter dem Druck der Öffentlichkeit sahen sich die Behörden schließlich Ende der dreißiger Jahre gezwungen, die Jagd zu verbieten. Heute ist der Schutzstatus je nach Bundesstaat unterschiedlich geregelt: Die Palette reicht von einem fehlenden gesetzlichen Schutz bis zur Einstufung der Art als gefährdet. Die Australian Koala Foundation schätzte den Gesamtbestand 2006 auf weniger als 100 000 Tiere. Die Bestände nehmen vielerorts ab, weil Siedlungen und Buschfeuer die ohnehin stark zersplitterten Lebensräume der Koalas zerstören, Koalas dem Straßenverkehr zum Opfer fallen oder von Hunden getötet werden. In manchen isolierten Habitaten, etwa auf der Känguruh-Insel, sind die Populationen allerdings so erheblich gewachsen, dass die Koalas Schäden an der Vegetation verursachten.

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