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Windows Live® Suchergebnisse CurareEnzyklopädieartikel
Curare, giftige Substanz, die durch Heißwasserextraktion und Eindicken des Extrakts aus einer südamerikanischen hölzernen Kletterpflanze (Strychnos toxifera) oder verwandten Arten derselben Gattung gewonnen wird. Es wird von manchen Indianern Südamerikas als Pfeilgift verwendet. Bei direkter Einnahme entfaltet Curare kaum eine Wirkung. Gelangt es jedoch unmittelbar in die Blutbahn, wirkt es äußerst schnell: Es verursacht eine Lähmung, d. h. den Verlust der willkürlichen Kontrolle über die Muskelbewegungen, und führt in der Regel zum Tode infolge Stillstands der Atemmuskulatur. Curare enthält zwei Alkaloide: Kurin, C18H19NO3, das die Muskelfasern des Herzens lähmt, und Kurarin, C19H26N2O2, das die Endigungen der motorischen Nerven in der willkürlichen Muskulatur lähmt. Nach dem 2. Weltkrieg stellte der italienische Pharmakologe Daniel Bovet Curare erstmals künstlich für medizinische Zwecke her. In der Folge wurden einige weitere dem Curare verwandte Stoffe zur medizinischen Anwendung entwickelt. Die entsprechenden chemischen Verbindungen werden häufig bei operativen Eingriffen als Muskelrelaxanzien (Stoffe, die eine Muskelentspannung herbeiführen) eingesetzt sowie zur Therapie von Tollwut, Wundstarrkrampf und ähnlichen Erkrankungen, die durch Muskelkrämpfe gekennzeichnet sind.
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