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Windows Live® Suchergebnisse Alexander Gottlieb BaumgartenEnzyklopädieartikel
Alexander Gottlieb Baumgarten (1714-1762), Philosoph. Mit seinen Meditationes (1735) begründete er die Ästhetik in Deutschland als eigenständige philosophische Disziplin. Baumgarten wurde am 17. Juni 1714 in Berlin geboren. An der Universität Halle studierte er bei Christian von Wolff und wurde insbesondere vom Werk Gottfried Wilhelm Leibniz’ beeinflusst. Seine zweibändige Schrift Aesthetica, die Immanuel Kant für seine Vorlesungen benutzte und die eine Lücke im System der Wolff’schen Philosophie zu schließen unternahm, erschien 1750 und 1758. Hierin definierte er die Erfahrung von Schönheit als das gefühlsmäßige, noch nicht klar oder begrifflich erfasste Erkennen von Vollkommenheit. Anthropologische Voraussetzungen zur Erfassung des Schönen bilden (neben Übung) Genie, Enthusiasmus und Begabung. Niederschlag fand dieser Gedankengang noch in Kants Ausführungen zur „transzendentalen Ästhetik”. Für Baumgarten stand die Ästhetik gleichberechtigt neben der Logik, mit der sie zur Erkenntnislehre (Gnoseologie) gehören sollte (siehe Erkenntnistheorie). Der Philosoph starb am 26. Mai 1762 in Frankfurt an der Oder. Weitere Werke Baumgartens sind Metaphysika (1739), Ethica philosophica (1740), Acroasis logica (1761) und Philosophia generalis (posthum 1770).
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