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Windows Live® Suchergebnisse HokkaidoEnzyklopädieartikel
Hokkaido, früher Ezo oder Jesso, nördlichste und nach Honshu zweitgrößte Hauptinsel Japans. Sie wird im Westen vom Japanischen Meer, im Norden vom Ochotskischen Meer und im Osten vom Pazifischen Ozean begrenzt. Im Norden trennt die La-Pérouse-Straße (in Japan als Sojastraße bezeichnet) Hokkaido von der Insel Sachalin. Im Süden erreicht man über die Tsugarustraße die Insel Honshu, und von den Kurilen im Nordosten trennt die Insel die Nemurostraße. Die Insel ist etwa 450 Kilometer breit, 420 Kilometer lang und hat eine Fläche von 78 460 Quadratkilometern. Das Klima auf Hokkaido ist im Sommer kühl, die Winter sind aufgrund der kalten Meeresströmung Oyashio lang und kalt. Die Landschaft ist von zahlreichen Bergketten und Vulkanmassiven geprägt; höchste Erhebung ist der Asahi (2 290 Meter) im Nationalpark Daisetsu im Zentrum der Insel. Über die weiten Ebenen in den Flusstälern von Ishikari und Tokachi erheben sich dicht bewaldete Hügel. Auf der Halbinsel Shiretoko im Nordosten befindet sich der gleichnamige, 414 Quadratkilometer große Nationalpark. Als bedeutendes Schutzgebiet für Meeressäugetiere wie Wale und Seelöwen wurde er 2005 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt. Hokkaido ist für die japanische Milchwirtschaft von großer Bedeutung: Rund 80 Prozent der Milchprodukte Japans werden auf Hokkaido hergestellt. Die Kohleminen von Ishikari liefern circa 30 Prozent der Erträge des japanischen Kohlenbergbaus. Daneben gibt es hier wichtige Vorkommen an Eisen- und Manganerz. Weitere Einnahmequellen sind die Holzverarbeitung und der Fischfang. Auf Hokkaido, der am dünnsten besiedelten Insel Japans, leben die Ainu. Wichtigste Hafenstadt der Insel ist Hakodate. Sapporo, die größte Stadt der Insel, ist Hauptstadt der Präfektur Hokkaido, die flächengleich mit der Insel ist. Die Einwohnerzahl Hokkaidos beträgt etwa 5,64 Millionen.
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