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  • Die Psalmen

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  • Buch der Psalmen – Wikipedia

    Das Buch der Psalmen ist ein Buch des (jüdischen) Tanach bzw. des (christlichen) Alten Testamentes. Es handelt sich dabei um eine Zusammenstellung von 150 Psalmen, also Gebeten ...

  • Psalm – Wikipedia

    Psalm (von griech.: ψαλμός - psalmos Saitenspiel) ist die Bezeichnung eines der 150 geistlichen Lieder in der Bibel, die größtenteils im Buch der Psalmen vereinigt sind ...

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Psalmen

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Steve Reich: TehillimSteve Reich: Tehillim

Psalmen (althochdeutsch psalm(o), von kirchenlateinisch psalmus, zu griechisch psalmós: Lied, von griechisch psallein: Zither spielen), ursprünglich Bezeichnung für eine Anzahl liedhafter Texte der Bibel, die sich etwa auch im zweiten Buch Mose (Schilfmeerlied, Mirjamlied), im Buch der Richter (Deboralied) und in apokryphen Schriften finden. Als Bestandteil des Kanons der jüdischen und christlichen Heiligen Schrift sind die Psalmen im engeren Sinn ein Buch des Alten Testaments, eine Sammlung von 150 Lobgesängen oder Gedichten, die auch als Psalter bezeichnet wird. Das Buch zerfällt in fünf Abschnitte, an deren Ende jeweils eine Lobpreisung Gottes steht, vielleicht in Anlehnung an den Pentateuch, also an die ersten fünf Bücher der Heiligen Schrift. Der hebräische Name des Buches lautet Tehillim (Lobgesänge). Die Psalmen sind das erste Buch der so genannten „Lehrschriften”, des dritten Teils des hebräischen Kanons. In der christlichen Version der Bibel steht es zwischen den Büchern Hiob und den Sprüchen Salomos.

Einige der Psalmen waren für den persönlichen, andere für den Gebrauch in der Gemeinde bestimmt. Viele wurden von Musikern geschrieben, und enthalten musikalische Anweisungen, von denen einige, darunter etwa spezielle Antwortgesänge der Gemeinde auf zeremonielle Handlungen des Priesters, auch heute noch in der christlichen Liturgie verwendet werden. Hierzu gehören etwa die Kirchenlieder „Lobet den Herrn” oder „Halleluja”

Die einzelnen Psalmen lassen sich in verschiedene Gruppen unterteilen: Teils sind sie Lobgesänge, die Gott als den Schöpfer der Welt (Psalm 19 und 65), als Herrscher der Geschichte (Psalm 107), und als König von Jerusalem (Psalm 47) feiern; teils auch Anflehungen und Klagen des Einzelnen, der die Erlösung aus einer persönlichen Krise sucht (Psalm 3 und 77), bzw. Bittgesänge des ganzen Volkes in nationaler Gefahr und Not (Psalm 137). Weitere Psalmengruppen sind Königspsalmen (Psalm 72 und 110), Lieder des Glaubens und Vertrauens in Gott (Psalm 23), Weisheitslehren und Meditationen (Psalm 1 und 101) sowie Verwünschungen (Psalm 59). Das Buch der Psalmen enthält zahlreiche literarische Formen, bei denen viele nach dem Vorbild der ugaritischen Poesie des 14. und 13. Jahrhunderts gestaltet wurden (aus der kanaanitischen Stadt Ugarit, dem modernen Ras Shamra im nördlichen Syrien).

Von Seiten der Bibelforschung werden 74 der Psalmen des Alten Testaments König David zugeschrieben, zwölf Psalmen seinem Sohn und Nachfolger Salomo, und einer Moses; 32 Psalmen gelten als Schöpfungen anderer Verfasser (etwa Asaph); die übrigen aber bleiben anonym. Die altjüdische und die christliche Kirchenüberlieferung hielten David für den Verfasser des Buches (und letzten Herausgeber der Psalmen, auch derjenigen, die nun anderen Personen zugeschrieben sind); doch die moderne Bibelforschung stimmt darin überein, dass das Buch aus älteren, voneinander unabhängigen Sammlungen zusammengestellt wurde. Die Psalmen 42 bis 83, die für Gott den Namen Elohim gebrauchen, der sich in den anderen Psalmen nicht findet (hier ist Jahwe die gebräuchliche Bezeichnung), könnten aus einer gesonderten Sammlung aus dem Nordreich Israel stammen. Sie wurden vermutlich im Zeitraum zwischen dem Exodus der Israeliten von ungefähr 1300 v. Chr. bis nach der Rückkehr aus dem Babylonischen Exil 538 v. Chr. gesammelt.

Im Neuen Testament bezieht sich Jesus Christus oft auf Psalmen; so z. B. bei seiner Versuchung durch den Teufel in der Wüste (Matthäus 4, 6), in der Bergpredigt (Matthäus 5, 7. 35; 7, 23), und bei der Kreuzigung (Lukas 23, 34; Matthäus 27, 46). Es könnte sein, dass die ersten christlichen Gemeinden eine Auswahl der Psalmen in ihren Gottesdiensten benutzten. Der Kirchenvater Augustinus nannte das Buch die „Sprache der Hingabe”, und für Martin Luther waren die Psalmen „eine Bibel im Kleinen”.

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