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Banane

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BananenplantageBananenplantage
Artikelgliederung
1

Einleitung

Banane, in den Tropen und Subtropen kultivierte, zu den Bananengewächsen gehörende Riesenstaude; außerdem Bezeichnung für deren Frucht, die neben den Zitrusfrüchten zu den weltwirtschaftlich bedeutendsten Obstsorten zählt.

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Geschichtlicher Überblick

Die Banane stammt ebenso wie die übrigen Bananengewächse ursprünglich aus dem indomalaiisch-australischen Raum. Neuen archäologischen Funden zufolge wurde sie bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. nach Afrika gebracht (Journal of Archaeological Science, 2006), und mit der Besiedlung der Kanarischen Inseln gelangte sie auch dorthin. Von den Konquistadoren wurde die Banane um 1516 erst in die Karibik und dann in Mittelamerika und 1535 in Peru eingeführt. In der Folgezeit waren (grün geerntete) Bananen ein wichtiges Lebensmittel auf den Schiffen, die zwischen Alter und Neuer Welt verkehrten.

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Aufbau der Pflanze

Als einkeimblättrige (monokotyle) Pflanze bildet die Banane kein echtes Holz, sondern erhält ihre Festigkeit nur durch Faserelemente. Der Stamm der fünf bis neun Meter hohen Banane besteht im Wesentlichen aus den spiralig zusammengeschlossenen unteren Teilen der Blätter, die sich schmal, dick und halbrinnenförmig gegenseitig umschließen und einen Scheinstamm bilden. Im oberen Bereich verbreitern sich dann diese schmalen Unterblätter zu den bekannten großen, aber zarten grünen Blattflächen, in denen die Photosynthese zur Ernährung der Pflanze stattfindet. Diese Oberblätter bilden einen palmenartigen Schopf. Der Spross der Banane befindet sich als knolliges Rhizom unterirdisch an der Basis des Scheinstammes. Aus dem Spross entwickeln sich Ableger, die zu neuen Bananenpflanzen aufwachsen, wenn die Mutterpflanze abgestorben ist oder in der Plantage gefällt wurde. Außerdem treibt das Rhizom im Zentrum des Scheinstammes aus gebündelten Blattbasen einen Blütenstand empor, der in den Schopf der Bananenblätter hineinwächst und dann wegen seines Gewichts zwischen den Blättern herabhängt. Danach entwickeln sich aus den Blüten ohne Bestäubung die Früchte, weswegen man in Kulturbananen keine Samen findet. Bananen stehen zu Beginn ihrer Entwicklung zunächst mehr oder weniger gerade vom Fruchtstand ab, bei manchen Sorten wachsen die Früchte später jedoch nach oben (negativer Geotropismus); dadurch nehmen diese Bananen eine gebogene, „krumme” Form an. Die Fruchtstände der Banane erreichen oft ein Gewicht von bis zu 40 Kilogramm. Der Nährwert der Banane entspricht etwa dem der Kartoffel; er beruht auf dem Gehalt von circa 18 Prozent Kohlenhydraten und etwa 1 Prozent Proteinen. Der Rest setzt sich aus Wasser, Ballast- und Mineralstoffen zusammen.

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Ernte und Reifung

Bananen werden noch grün geerntet. Die Mutterpflanze, die nur einmal trägt, wird nach der Ernte gefällt, aus den Ablegern an der Basis entwickelt sich eine neue Pflanze, die innerhalb von neun bis zwölf Monaten blüht und fruchtet. Bei Temperaturen um 10 °C und einer Luftfeuchte von 90 Prozent werden die geernteten Bananen in Kühlschiffen in die Verbraucherländer transportiert. Da verletzte oder beschädigte Bananen Ethylen, das natürliche Reifungs- bzw. Alterungshormon der Pflanzen, produzieren, müssen Ernte und Transport besonders vorsichtig erfolgen, um ein vorzeitiges Reifen zu verhindern. In den Verbraucherländern werden die Bananen dann je nach Bedarf in Reifelagern zur Reife gebracht. Dazu reichert man den Luftraum im Lager zu 0,1 Prozent mit Ethylen an.

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