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Windows Live® Suchergebnisse Friede von ParisEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Friede von Paris, 1763; Friede von Paris, 1783; Erster und Zweiter Friede von Paris, 1814 und 1815; Friede von Paris, 1856; Friede von Paris, 1898; Pariser Vorortverträge, 1919/20
Friede von Paris, Bezeichnung für mehrere wichtige Friedensschlüsse, die in oder bei Paris unterzeichnet wurden:
Der Friede von Paris, der am 10. Februar 1763 zwischen Großbritannien und Portugal auf der einen, Frankreich und Spanien auf der anderen Seite geschlossen wurde, beendete den Siebenjährigen Krieg in Europa und in Amerika. Frankreich musste Kanada, Louisiana östlich des Mississippi, einige der Antillen-Inseln sowie das Gebiet um die Senegalmündung an Großbritannien abtreten und erhielt im Gegenzug die Inseln Saint-Pierre und Miquelon vor Neufundland. Spanien verlor Florida und all sein Territorium östlich des Mississippi an Großbritannien, erhielt dafür, wie bereits im Jahr zuvor in einem Geheimabkommen festgelegt, Louisiana westlich des Mississippi von Frankreich.
Der Friede von Paris, der am 3. September 1783 von Großbritannien und den Vereinigten Staaten von Amerika in Versailles unterzeichnet wurde, beendete den Nordamerikanischen Unabhängigkeitskrieg. In dem Friedensvertrag erkannte Großbritannien die ehemaligen 13 Kolonien als die freien und unabhängigen Vereinigten Staaten von Amerika an. Am selben Tag unterzeichnete Großbritannien separate Verträge mit Frankreich, einem Verbündeten der Vereinigten Staaten, und Spanien, einem Verbündeten Frankreichs.
Der Erste Pariser Friede, abgeschlossen am 30. Mai 1814 von Frankreich einerseits und seinen sieben alliierten Gegnern – Großbritannien, Russland, Österreich, Preußen, Schweden, Portugal und Spanien – andererseits, beendete nach der ersten Abdankung Napoleons die erste Phase der Befreiungskriege. Mit dem Hintergedanken, die Monarchie in Frankreich wieder zu festigen, legten die Alliierten Frankreich in dem Friedensvertrag nur milde Bedingungen auf: Frankreich wurde auf die Grenzen vom 1. Januar 1792 beschränkt und musste keine Kriegsentschädigung zahlen. Großbritannien gab allen eroberten Kolonialbesitz, außer Tobago, Saint Lucia und Mauritius, an Frankreich zurück. Der Zweite Pariser Friede, abgeschlossen von Frankreich und der Quadrupelallianz (Großbritannien, Österreich, Russland und Preußen) am 20. November 1815, beendete nach der Niederlage Napoleons bei Waterloo und seiner endgültigen Abdankung die zweite Phase der Befreiungskriege. Gegenüber dem Ersten Pariser Frieden wurden die Bedingungen nun deutlich verschärft: Frankreich wurde auf die Grenzen von 1790 reduziert, musste also u. a. Saarlouis, Saarbrücken und Landau an Preußen bzw. Bayern zurückgeben und Savoyen und Monaco an Sardinien. Außerdem wurde Frankreich zur Zahlung einer Kriegsentschädigung in Höhe von 700 Millionen Francs verpflichtet (die der Aachener Kongress 1818 auf 265 Millionen ermäßigte) und musste über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren eine alliierte Besatzungsarmee in Frankreich akzeptieren und finanzieren. Ansonsten sollte der Vertrag von 1814 ebenso wie die Beschlüsse des Wiener Kongresses weiter Gültigkeit haben, sofern der Vertrag von 1815 nichts anderes vorsah.
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