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Arthur Ashe

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Arthur AsheArthur Ashe

Arthur Ashe (1943-1993), amerikanischer Tennisspieler. Der Gewinner von drei Grand-Slam-Turnieren war in den siebziger Jahren einer der besten Spieler der Welt.

Ashe wurde am 10. Juli 1943 als Sohn eines Polizisten in Richmond (Virginia) geboren. Er studierte Politische Wissenschaften an der University of California in Los Angeles und absolvierte die Militärakademie in West Point. Gefördert von Wallace Johnson, der auch Althea Gibson entdeckt hatte, zeigte er bereits als Jugendlicher sein großes Talent für den Tennissport. Schon im Alter von 19 Jahren war Ashe Miglied der amerikanischen Daviscup-Mannschaft. Zu seinen wichtigen Turniersiegen als Amateur gehören die nationalen Studentenmeisterschaften der USA 1965 und die Sandplatzmeisterschaften der USA 1967.

Der erste Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier gelang ihm 1968 bei den US Open in Forest Hills. 1969 wechselte Ashe ins Profilager. Er gewann 1970 die Australian Open sowie den Daviscup und 1971 im Doppel zusammen mit Marty Riessen die French Open. Als erster Schwarzer entschied er 1975 das Turnier von Wimbledon für sich durch einen Finalsieg in vier Sätzen gegen Jimmy Connors. Mit Rang zwei erreichte Ashe, der durch seinen Aufschlag, seine Schnelligkeit und sein druckvolles Spiel überzeugte, im folgenden Jahr die beste Weltranglistenplatzierung seiner Karriere. Zusammen mit seinem Partner Tony Roche gewann er 1977 den Doppelwettbewerb bei den Australian Open. Eine Achillessehnenverletzung leitete 1977 das Ende seiner Karriere ein, das 1979 nach einer Herzoperation besiegelt war. Ashe erklärte 1980 seinen Rücktritt vom Turniersport.

Von 1981 bis 1985 betreute er die Daviscup-Mannschaft der USA. Vermutlich bei seiner zweiten Bypass-Operation 1983 wurde er durch eine verseuchte Blutkonserve mit dem HI-Virus infiziert. In der Folgezeit wurde er zu einem aktiven Sprecher und Förderer der AIDS-Forschung und rief die Arthur-Ashe-Foundation ins Leben. Er schrieb die Bücher A Hard Road to Glory: A History of the Afro-American Athlete (3 Bde., 1988) und Days of Grace: A Memoir. Arthur Ashe starb am 6. Februar 1993 in New York an der Immunschwächekrankheit.

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