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Löffler

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RosalöfflerRosalöffler

Löffler, mit Ibissen verwandte Vögel, die einen löffelförmigen Schnabel besitzen. Sechs Arten bilden zwei weit verbreitete Gattungen. Löffler sind ausdauernde Flieger, die wie Kraniche mit ausgestreckten Hälsen fliegen. Durch schaukelnde Bewegungen ihres Kopfes schöpfen sie mit ihren Schnäbeln kleine Fische, Schnecken und Insekten aus dem Wasser. Die geselligen Vögel brüten in großen Kolonien. Sie bauen ihre Nester in Bäumen, Büschen oder im Schilf nahe dem Wasser, oft in der Gesellschaft von Ibissen, Reihern und anderen Wasservögeln. Das Weibchen legt zwei bis drei Eier.

Der in Europa lebende, 86 Zentimeter große Löffler ist weiß gefärbt und hat ein gelbes Brustband, im Brutkleid zudem eine gelbe Haube. Er brütet u. a. in den Niederlanden, in Österreich, Südosteuropa und Spanien. Einzelne Löffler, die vermutlich aus den Niederlanden stammen, lassen sich regelmäßig auch in Deutschland beobachten.

Bei der einzigen amerikanischen Art, dem Rosalöffler, ist der ganze Kopf nackt. Seine Flügel und die Bauchseite sind rosarot gefärbt, der Schwanz ist orange. Diese Art kommt in den Feuchtgebieten des Flachlandes, an Flüssen und Lagunen der Golfküste der USA bis zu den Westindischen Inseln sowie in den nördlichen zwei Dritteln Südamerikas vor. Der Rosalöffler ist durch Lebensraumzerstörung und intensive Stechmückenbekämpfung bedroht.

Systematische Einordnung: Löffler gehören zur Familie Threskiornithidae der Ordnung Ciconiiformes. Der europäische Löffler heißt zoologisch Platalea leucorodia. Der Rosalöffler wird Ajaia ajaja genannt.

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