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    Das Reichs protektorat Böhmen und Mähren war von 1939 bis 1945 ein Besatzungsareal des Deutschen Reiches. Es wurde am 15. März 1939 aus den übrig gebliebenen Gebieten der ...

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    Mähren ` Mähren; ehemaliges österreichisches Kronland "Markgrafschaft Mähren" heute Landschaft im Osten der Tschechei; Moravia; former Austrian crown land

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Mähren

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Mähren, tschechisch Morava, historische Landschaft im Osten der Tschechischen Republik, zwischen Böhmen und der Slowakei gelegen.

Mähren gliedert sich in den Nordmährischen Bezirk mit dem Hauptort Olmütz und den Südmährischen Bezirk mit Brünn als Mittelpunkt. Mähren wird im Westen begrenzt von der Böhmisch-Mährischen Höhe, im Norden von den Ostsudeten und im Osten und Südosten von den Karpaten; das Zentrum des Landes bildet das Marchbecken.

Bis in das 1. Jahrhundert v. Chr. siedelten in Mähren Kelten, dann wanderten verschiedene germanische Stämme wie die Quaden und die Langobarden ein, denen etwa im 6. Jahrhundert n. Chr. slawische Stämme folgten. Im frühen 9. Jahrhundert entstand das Großmährische Reich, das jedoch bereits 906 unter dem Ansturm der Ungarn wieder zerbrach. In die Zeit des Großmährischen Reiches fiel die Christianisierung durch Kyrillos und Methodios. In der Folgezeit kämpften Böhmen und Ungarn um die Oberhoheit über Mähren; Anfang des 11. Jahrhunderts stand Mähren kurzzeitig unter polnischer Herrschaft, ehe das Gebiet um 1029 an Böhmen fiel und zur Sekundogenitur der böhmischen Herzöge bzw. später Könige wurde. 1182 erhob Kaiser Friedrich Barbarossa Mähren zur reichsunmittelbaren Markgrafschaft, beließ die Lehnsbindung Mährens an Böhmen jedoch bestehen. Seit dem 11. Jahrhundert wanderten im Rahmen der Ostkolonisation in zunehmendem Maße Deutsche nach Mähren ein.

Nach dem Erlöschen der Przemysliden-Dynastie kam Mähren 1310 an die Luxemburger und wurde 1349 von Kaiser Karl IV. zur luxemburgischen Sekundogenitur bestimmt. 1411 fiel Mähren an den böhmischen König, Karls Sohn Wenzel, dann an dessen Bruder, Kaiser Sigismund, der es 1426 seinem Schwiegersohn Herzog Albrecht V. von Österreich aus dem Haus Habsburg überließ (der 1437 Sigismund auch auf dem böhmischen Thron nachfolgte). 1478 kam Mähren unter ungarische Herrschaft, wurde ab 1490 in Personalunion mit Böhmen regiert, und nach dem Tod König Ludwigs II. von Ungarn und Böhmen in der Schlacht von Mohács 1526 fiel das Land zusammen mit Böhmen endgültig an die Habsburger. Nach dem Zusammenbruch der Habsburgermonarchie wurde Mähren am 28. Oktober 1918 Teil der neu gegründeten Tschechoslowakei.

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