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Windows Live® Suchergebnisse DogeEnzyklopädieartikel
Doge, höchster staatlicher Würdenträger der ehemaligen Stadtrepublik Venedig von 697 bis 1797. Die Bezeichnung ist von lateinisch dux, „Führer”, abgeleitet. Der Doge war ursprünglich ein Amtsträger des Byzantinischen Reiches, ab 697 wurde er vom Adel und Klerus Venedigs auf Lebenszeit gewählt und hatte zunächst weit reichende militärische und richterliche Befugnisse und damit nahezu absolute Macht innerhalb der Republik (siehe Enrico Dandolo). Zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert wurde seine Herrschaftsgewalt nach und nach eingeschränkt: Dem Dogen wurden Räte beigestellt, er hatte sich nach den Mehrheitsbeschlüssen der Signoria zu richten, wurde in seiner Amtsführung überwacht und musste bei Amtsantritt mit der Unterzeichnung einer Wahlkapitulation verschiedene Verpflichtungen gegenüber der Kommune eingehen. Den letzten Dogen, Ludovico Manin, setzte Napoleon 1797 ab. Der Stadtstaat Genua richtete nach venezianischem Vorbild im 14. Jahrhundert das Dogenamt ein. Ab dem 16. Jahrhundert wurde der Doge hier nur noch für jeweils zwei Jahre gewählt und hatte vorwiegend repräsentative Aufgaben. 1805 wurde das Dogenamt in Genua endgültig abgeschafft.
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