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Hypertonie

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Gefäßverschluss unter Einwirkung von CholesterinGefäßverschluss unter Einwirkung von Cholesterin
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1

Einleitung

Hypertonie, auch arterielle Hypertonie oder Bluthochdruck, dauerhafte, krankhafte Erhöhung des Blutdruckes in den Arterien.

Von einer leichten Hypertonie spricht man, wenn bei einem ruhenden Patienten mehrfach ein systolischer Wert (nach der Phase der Herzkontraktion) von 140 bis 159 und ein diastolischer Wert (während der Erschlaffung des Herzmuskels) von 90 bis 99 gemessen wurde (also ab einem Grenzbereich von 140 zu 90, auch geschrieben als 140/90; die Maßeinheit für den Blutdruck sind Millimeter Quecksilbersäule). Mehr als die Hälfte aller Deutschen zwischen 35 und 64 Jahren weist Werte über diesem Grenzbereich auf. Eine mittelschwere Hypertonie ist durch Werte von 160 bis 179 (systolisch) und 100 bis 109 (diastolisch) gekennzeichnet; oberhalb davon spricht man von einer schweren Hypertonie. Bluthochdruck ist ein wesentlicher Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Im Gegensatz zur Hypertonie steht die Hypotonie, ein zu niedriger Blutdruck.

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Ursachen

Man unterscheidet die häufigere primäre oder essentielle Hypertonie, für die man keine direkte Ursache nachweisen kann, und die sekundäre oder symptomatische Hypertonie, die als Begleiterscheinung einer Krankheit entsteht; etwa 90 Prozent aller Bluthochdruckpatienten leiden an primärer Hypertonie. Primäre Hypertonie tritt oft familiär gehäuft auf, kann also erblich bedingt sein. Weitere wesentliche Risikofaktoren für primäre Hypertonie sind Adipositas (Übergewicht), Alkoholmissbrauch, Bewegungsmangel und seelischer Stress. Sekundäre Hypertonie entsteht u. a. durch eine Arterienverengung infolge von Arteriosklerose, durch Nieren- und Herzerkrankungen, Ovulationshemmer (Antibabypillen), endokrine (hormonelle) Störungen sowie im Zusammenhang mit einer Präeklampsie (Stoffwechselerkrankung während der Schwangerschaft).

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Symptome und Folgen

Hypertonie kann viele Jahre ohne Symptome bleiben oder mit uncharakteristischen Krankheitszeichen wie Kopfschmerz, Schwindel, Müdigkeit, Schlafstörungen, Nasenbluten und Ohrgeräuschen einhergehen, die nicht zwangsläufig auf Bluthochdruck schließen lassen. Später kann Bluthochdruck von Atemnot, Brustschmerzen und Sehstörungen begleitet sein.

Eine Arteriosklerose kann nicht nur Auslöser, sondern auch Folge von Bluthochdruck sein, weil die Arterienwände durch den ständig zu hohen Druck überlastet und schließlich geschädigt werden, wobei an den geschädigten Bereichen Ablagerungen entstehen können. Auch die Herzkranzgefäße können geschädigt werden, wodurch das Risiko eines Infarkts besteht. Durch geplatzte Gefäße in der Netzhaut des Auges kann es zu Augenschäden kommen. Insbesondere bei sehr hohem Blutdruck kann ein Schlaganfall mit Lähmungen und Bewusstseinsstörungen auftreten, der ebenso wie ein Infarkt sofortige ärztliche Behandlung erfordert. Neben Herzinfarkt und Schlaganfall kann als weitere unmittelbar lebensbedrohende Situation die Gefäßwand der Aorta reißen (als Folge eines Aneurysmas, einer Ausweitung des Blutgefäßes). Außerdem kann es durch Schädigung der Nierengefäße zum Absterben von Nierengewebe bis hin zum Nierenversagen kommen.

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Vorbeugung und Behandlung

Der Blutdruck nimmt meist mit steigendem Alter zu. Für die Vermeidung und Behandlung von Bluthochdruck spielen Gewichtskontrolle bzw. -reduktion und Bewegung eine entscheidende Rolle. Positiv wirken sich auch der Verzicht auf Nikotin und Alkohol sowie die Vermeidung von seelischem Stress aus. Ebenso wichtig ist eine salz- und fettarme Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst, Gemüse und Ballaststoffen. Eine salzreiche Ernährung fördert neuen Forschungsergebnissen zufolge die Bildung von Botenstoffen, die eine Kontraktion der Blutgefäßmuskulatur einleiten; der Blutdruck steigt aufgrund der dadurch verursachten Gefäßverengung.

Bluthochdruck lässt sich auch durch eine medikamentöse Behandlung mit Antihypertonika (auch Antihypertensiva, blutdrucksenkende Mittel) behandeln. Zu diesen Präparaten gehören z. B. Calciumantagonisten, die das Einströmen von Calcium ins Zellinnere und in der Folge u. a. den Muskeltonus (die Muskelspannung) in den Blutgefäßwänden verringern. ACE-Hemmer hemmen das Angiotensin konvertierende Enzym (englisch: angiotensin converting enzyme), das bei der Regulation des Blutdruckes eine Rolle spielt. Diuretika verringern durch die Ausscheidung von Natrium das Volumen des Blutplasmas und setzen als Folge dieser Ausscheidung ebenfalls den Gefäßmuskeltonus herab. Betablocker dämpfen das sympathische Nervensystem, das den Blutdruck erhöhen kann; eine Meta-Analyse (eine Auswertung mehrerer Studien) zeigte allerdings, dass Betablocker im Vergleich zu anderen Antihypertonika weniger optimal zur Behandlung von Bluthochdruck und insbesondere zur Vermeidung von Schlaganfällen geeignet sind (Lancet, 2005).

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