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Philipp VI. (von Frankreich)

Enzyklopädieartikel

Philipp VI. (von Frankreich), (1293-1350), König von Frankreich (1328-1350), Enkel König Philipps III. und Neffe König Philipps IV., des Schönen. Philipp VI. wurde in Fontainebleau geboren. 1328, nach dem Tod seines Cousins Karl IV., des letzten französischen Königs aus der Kapetinger-Dynastie, übernahm Philipp die Regentschaft in Frankreich. Und obwohl Eduard III. von England, ein Enkel Philipps IV., ebenfalls Anspruch auf den französischen Thron erhob, wurde Philipp wenig später als Erster aus dem Hause Valois, einer Nebenlinie der Kapetinger, in Reims zum König gekrönt. Noch 1328 schlug Philipp den Aufstand der flandrischen Städte durch einen Sieg bei Cassel nieder. 1337 begann Frankreich den Hundertjährigen Krieg gegen England. Die Franzosen erlitten hohe Verluste: Die Engländer zerstörten 1340 die französische Flotte vor Sluis, erkämpften bei Crécy 1346 einen wichtigen Sieg über die Franzosen und eroberten 1347 Calais. Nach diesen Niederlagen schloss Philipp mit Eduard III. einen Waffenstillstand, der bis zu seinem Tod hielt. Um den Krieg gegen England finanzieren zu können, nahm er hohe Kredite auf und erhob drückende Steuern, u. a. die äußerst unpopuläre Salzsteuer. 1349 gelang es ihm, die Dauphiné für Frankreich zu gewinnnen. Philipp VI. starb am 22. August 1350 in Nogent-le-Roi (Departement Eure-et-Loire).

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