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Greenwich-Observatorium

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Königliches Observatorium in Greenwich (England)Königliches Observatorium in Greenwich (England)

Greenwich-Observatorium (Royal Greenwich Observatory: Königliches Greenwich-Observatorium), Astronomisches Observatorium, das zum Institut für Astronomie der Universität Cambridge gehört. Der ursprüngliche Standort im südöstlichen Londoner Stadtteil Greenwich wurde 1884 als Nullpunkt der geographischen Länge (null Grad) festgelegt. Weil der Dunst über der Großstadt London genaue astronomische Beobachtungen fast unmöglich macht, brachte man 1946 bis 1953 die Apparate und Einrichtungen des Observatoriums nach Herstmonceux Castle in East Sussex, rund 97 Kilometer südöstlich von Greenwich. Vor allem aus finanziellen Gründen zog man später (1986-1990) von Herstmonceux zur Universität Cambridge um.

Das Greenwich-Observatorium wurde 1675 von Karl II. gegründet. Es sollte vor allem genaue Tabellen der Positionen des Mondes für die englische Seefahrt aufstellen, damit auf See die geographische Länge besser ermittelt werden konnte. Seit 1750 wurden die Tabellen in der Zeitschrift Astronomical Observations (Astronomische Beobachtungen) veröffentlicht, die bis 1838 jährlich erschien. Auch die Daten der Meridiandurchgänge von Sonne, Sternen und Planeten wurden im Observatorium aufgezeichnet. Sofern es die atmosphärischen Bedingungen zuließen, fotografierte man täglich die Sonne. Seit 1873 wurden regelmäßig die Sonnenflecken fotografiert. Schwach erkennbare Monde der Planeten Neptun und Uranus wurden 1846 bzw. 1851 von William Lassell entdeckt. Er verwendete dazu ein 61-Zentimeter-Spiegelteleskop (und zwar ein so genanntes Newton-Teleskop). Eine andere wichtige Entdeckung, die am Greenwich-Observatorium gelang, war die des achten Mondes des Planeten Jupiter. Das Observatorium heißt heute noch Royal Greenwich Observatory, wird aber vom Science Research Council (Wissenschaftlicher Forschungsrat) betrieben. Früher war sein Direktor gleichzeitig Königlicher Astronom, heute sind jedoch beide Ämter getrennt.

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