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Windows Live® Suchergebnisse KonsulatEnzyklopädieartikel
Konsulat, Regierungsform in Frankreich zwischen 1799 und 1804, eingerichtet nach dem Sturz des Direktoriums (der Exekutive der 1. Französischen Republik) durch Napoleon Bonaparte, der sich als Napoleon I. von Frankreich 1804 selbst zum Kaiser krönte. Das Direktorium wurde am 9. November 1799 oder, nach dem damaligen französischen Revolutionskalender am 18. Brumaire des Jahres VIII der Französischen Republik, gestürzt. Die neue provisorische Regierung bestand aus drei Konsuln: Der Erste Konsul war Napoleon, die beiden anderen, Emmanuel Joseph Sieyès und Pierre Ducos, fungierten als seine Berater. An die Stelle Sieyès’ und Ducos’ traten bald Jean Cambacérès und Charles Lebrun. Dieser Schritt in Richtung einer monarchischen Regierungsform wurde am 24. Dezember 1799 durch die Konsulatsverfassung bestätigt: Sie sah einen Senat aus 60 auf Lebenszeit ernannten Mitgliedern vor, ein Tribunat aus 100 Mitgliedern, eine legislative Versammlung aus 300 Mitgliedern sowie drei Konsuln, die vom Senat für jeweils zehn Jahre mit dem Recht auf Wiederwahl gewählt wurden. Die Befugnisse der einzelnen Legislativorgane war jedoch stark eingeschränkt, während die Macht des Ersten Konsuls beinahe absolut war. Napoleon machte als Erster Konsul die Tuilerien, ehemals die Residenz der französischen königlichen Familie, zu seinem Regierungssitz. Im Mai 1802 wurde Napoleon für weitere zehn Jahre als Erster Konsul bestätigt und im August desselben Jahres unter der überarbeiteten Verfassung zum Konsul auf Lebenszeit ernannt mit dem Recht, seinen Nachfolger zu bestimmen. Das Konsulat wurde aufgelöst, als Napoleon sich 1804 selbst zum Kaiser krönte.
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