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Windows Live® Suchergebnisse EbroEnzyklopädieartikel
Ebro, im Altertum Iberus oder Hiberus, Fluss im Nordosten Spaniens. Der Ebro entspringt im Kantabrischen Gebirge (Nordspanien), fließt nach Südosten und mündet nach 910 Kilometern in einem weit verzweigten Delta in das Mittelmeer. Seine längsten Zuflüsse sind Ega, Aragón, Arba, Gallego und Segre, die von Nordosten her aus den Pyrenäen kommen, sowie Jalón, Huerva, Aguas, Martín, Guadalope und Matarraña von Südwesten. Das Einzugsgebiet des Flusses umfasst etwa 83 000 Quadratkilometer. Für die Bewässerung der umliegenden landwirtschaftlich genutzten Flächen ist er von großer Bedeutung. Im Oberlauf wurden zahlreiche Stauseen mit Kraftwerken zur Stromerzeugung angelegt. Wegen der jahreszeitlich sehr unterschiedlichen Wasserführung und dem zur Versandung neigenden Delta ist die Schiffbarkeit des Ebro stark eingeschränkt. Vom Ebro entwässert wird das so genannte Ebrobecken, ein lang gezogenes, ungefähr dreieckiges Gebiet, das im Norden von den Pyrenäen, im Südwesten vom etwa parallel zum Fluss verlaufenden Iberischen Randgebirge und im Südosten vom Katalonischen Randgebirge begrenzt wird. Die größten Städte am Ebro sind Logroño und Zaragoza. Während des Spanischen Bürgerkrieges (1936-1939) war der Ebro für die republikanische Regierung von großer strategischer Bedeutung. Ende Juli 1938 starteten die spanischen Republikaner entlang dem Fluss eine Offensive, die den Vormarsch der Armee von General Franco für den Rest des Jahres stoppte. Im März 2001 verabschiedete die spanische Regierung einen neuen Wasserbewirtschaftungsplan, dem zufolge in den nächsten zehn Jahren jährlich zehn Millionen Kubikmeter Wasser aus dem Ebrodelta nach Norden in die Agglomeration Barcelona und in den Süden nach Valencia, Murcia und Almería abgeleitet werden sollen, um den dortigen Bedarf an Trink- und Brauchwasser zu decken. Für den Transport des Wassers ist die Anlage eines circa 500 Kilometer langen Kanalnetzes erforderlich.
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