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Windows Live® Suchergebnisse Gottfried von BouillonEnzyklopädieartikel
Gottfried von Bouillon (um 1060 bis 1100), französischer Adliger und Führer des 1. Kreuzzuges. 1089 wurde Gottfried von Kaiser Heinrich IV. mit dem Herzogtum Niederlothringen belehnt. Gottfried und sein Bruder Balduin, der spätere König Balduin I. von Jerusalem, folgten dem Kreuzzugsaufruf Papst Urbans II. und brachen 1096 mit etwa 20 000 Mann zum 1. Kreuzzug auf. Im Dezember 1096 in Konstantinopel angekommen, nahm Gottfried Verbindung zu dem byzantinischen Kaiser Alexios I. Komnenos auf und erkannte schließlich dessen Anspruch auf Oberhoheit über alle Gebiete an, die die Kreuzritter in Kleinasien erobern würden. Gottfried war 1099 führend an der Belagerung und Eroberung von Jerusalem beteiligt. Den Titel eines Königs von Jerusalem lehnte er aus religiösen Gründen ab und bezeichnete sich stattdessen als „Vogt des Heiligen Grabes”. Im August 1099, als der Sultan von Ägypten zum Angriff auf Jerusalem ansetzte, besiegte ihn Gottfried bei Askalon. Als erster christlicher Herrscher Jerusalems wurde Gottfried in zahlreichen Liedern und Erzählungen zum Idealbild des christlichen Ritters stilisiert, so z. B. in den mittelalterlichen französischen Epen, den Chansons de Geste und dem epischen Gedicht La Gerusalemme liberata (1575; Das befreite Jerusalem) von Torquato Tasso.
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