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NordkoreaEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
38 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Nur etwa 20 Prozent der Landesfläche lassen sich landwirtschaftlich nutzen. Zwar erbrachten groß angelegte Mechanisierung, Bewässerung und Landgewinnung eine Steigerung der Erträge, doch führten Missernten (z. B. durch Überschwemmungen ausgelöst) immer wieder zu Hungersnöten. Hauptanbaufrüchte sind u. a. Reis, Mais und Kartoffeln. Zu den weiteren Anbauprodukten gehören Hirse, Gerste, Weizen, Hafer, Gemüse, Äpfel, Süßkartoffeln, Sojabohnen, Ginseng (siehe Efeugewächse), Baumwolle und Tabak; zudem werden Maulbeerbäume für die Seidenraupenzucht kultiviert. Die Viehbestände umfassen vor allem Schweine, Rinder, Schafe und Hühner.
Die jährliche Stammholzproduktion liegt bei etwa 7,33 Millionen Kubikmeter (2006). Nordkorea besitzt eine moderne Fischereiflotte. Gefangen werden im Schnitt 713 000 Tonnen Fisch pro Jahr, größtenteils Sardellen, Thunfische und Makrelen.
Nordkorea ist reich an Bodenschätzen. Neben dem Abbau von Graphit, Stein- und Braunkohle sowie Magnesiumcarbonat (Magnesit) werden z. B. Eisenerze, Gold und Silber sowie Wolfram-, Blei- und Zinkerze gefördert. Kohle und hochwertige Eisenerze bilden die Basis der Schwerindustrie des Landes. In der Industrie sind 32 Prozent der Erwerbstätigen beschäftigt. Im Mittelpunkt stehen vor allem die Eisen- und Stahlerzeugung, die Gewinnung weiterer Metalle sowie die chemische Industrie. Der Maschinen- und Fahrzeugbau ist zu einem großen Teil auf den militärischen Bereich beschränkt. Außer der Textilindustrie sind Betriebe der Leichtindustrie kaum vertreten. Wichtige Industriestandorte sind neben der Hauptstadt u. a. Sinuiju und Haeju sowie Wonsan, Hungnam, Ch’ǒngjin und Kimchaek.
2004 wurde die nordkoreanische Außenhandelskammer gegründet. Nordkorea pflegt vor allem Handelsbeziehungen zu China, Südkorea, Japan, Thailand und Indien. Hauptexportgüter sind u. a. Eisenerz und verschiedene Nichteisenmetalle (Gold, Silber, Blei, Zink), ferner Magnesiumcarbonat und Zement sowie Textilien und Waffen. Neben Erdöl, Brennstoffen und Schmiermitteln stellen Maschinen und Anlagen, Fahrzeuge, Lebensmittel und Düngemittel die Hauptimportgüter dar. Die Handelsbilanz ist negativ. Die nordkoreanische Währungseinheit ist der Won (= 100 Chon). Mit der Herausgabe der Banknoten ist die Koreanische Zentralbank beauftragt. Daneben gibt es in Nordkorea drei volkseigene Banken.
Das Eisenbahnnetz ist auf nahezu der gesamten Streckenlänge von 5 550 Kilometern elektrifiziert. Es besitzt direkte Verbindungen mit China und Russland. Die Länge des Straßennetzes beträgt 31 200 Kilometer (1999), davon sind 6 Prozent befestigt. Der Fluss Taedong ist wichtig für den Binnenhandel. Zu den größten Häfen gehören Haeju an der Westküste sowie Ch’ǒngjin und Wonsan an der Ostküste.
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