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Windows Live® Suchergebnisse Annie BesantEnzyklopädieartikel
Annie Besant (1847-1933), englische Theosophin und Leiterin nationaler Bewegungen in Indien, geboren in London. Schon früh wurde Besants Interesse an sozialistischen und freidenkerischen Bewegungen geweckt, die sie in selbstverfassten Streitschriften verteidigte. Sie wurde zur engen Mitarbeiterin des britischen Sozialreformers Charles Bradlaugh und stand später auch der Fabian Society nah. Zusammen mit Bradlaugh arbeitete sie an der Neuveröffentlichung einer alten Streitschrift The Fruits of Philosophy (deutsch: Die Früchte der Philosophie), welche die Geburtenkontrolle befürwortete. Infolge dieser Arbeit wurden beide wegen Obszönität verurteilt. 1889 trat sie der Theosophischen Gesellschaft bei und war deren Präsidentin von 1907 bis zu ihrem Tod. Kurz nach ihrem Beitritt zur Gesellschaft zog Besant nach Indien, wo sie später Leiterin einer hinduistischen nationalen Bewegung wurde. 1898 gründete sie das Central Hindu College in Varanasi und organisierte die Indian Home Rule League, deren Vorsitz sie 1916 übernahm. 1917 wurde sie zur Präsidentin des Indischen Nationalkongresses gewählt und übernahm 1923 das Amt des Generalsekretärs der Indischen Nationalversammlung. Besant hielt häufig Vorträge über Theosophie und unternahm 1926 weite Reisen zusammen mit dem Brahmanen Jiddu Krishnamurti, für den sie den Orden des Sterns des Ostens gründete. Ihr Werk umfasst Reincarnation (1892), The Basis of Morality (1915), A World Religion (1916), und Indien, Bond or Free? (1926).
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