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Präkolumbische Kunst und Architektur

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Kunsthandwerk der QuimbayaKunsthandwerk der Quimbaya
Artikelgliederung
5.4. 1

Keramik

Töpferwaren haben sich im gesamten Verbreitungsgebiet der präkolumbischen Kulturen am reichsten erhalten. Zuerst in Kolumbien oder Ecuador hergestellt, lösten sie vermutlich Körbe und Kürbisflaschen als Behältnisse ab. Es entstanden insbesondere handmodellierte und in Formen gepresste Töpfe und Tonobjekte. Sie wurden mit eingeritzten Ornamenten, geschnittenen oder eingepressten Reliefs verziert. Daneben waren verschiedene Mal- und Poliertechniken bekannt. Obgleich man auch mehrfarbige Keramik findet, sind die meisten Töpferwaren zweifarbig bemalt oder unbehandelt.

5.4. 2

Metallarbeiten

Vom nördlichen Andengebiet aus verbreitete sich die Metallverarbeitung um 700 v. Chr. auch im Zwischengebiet und erreichte um 1000 n. Chr. Mesoamerika. Infolge der Gold- und Silbergier der spanischen Kolonisatoren wurden die meisten Gegenstände aus diesen Edelmetallen, sofern sie nicht vergraben oder versteckt werden konnten, eingeschmolzen und in Barren nach Spanien transportiert. Eisen und Stahl waren bei den präkolumbischen Kulturen noch nicht bekannt, dafür gehörte Kupfer zu den bevorzugten Werkstoffen. Das Verfahren der Bronzelegierung wurde um 1000 n. Chr. entdeckt, und in Kolumbien, Peru und Ecuador stellte man Tumbago (bzw. Tumbaga), eine Legierung von Kupfer und Gold, her. Auch die Technik des Cire perdue, das Löten, das Heraustreiben einer Form aus Gold- oder Silberblech und Bossieren (Rohbearbeitung eines Werksteines) wurden angewendet. Zahlreiche Metallarbeiten erhielten Gravuren oder wurden mit Steinen bzw. Muscheln besetzt.

5.4. 3

Textilien

Aufgrund des trockenen Klimas an der peruanischen Küste haben sich dort Beispiele präkolumbischer Textilkunst erhalten. Besonders in Wüstengräbern auf der Paracas-Halbinsel wurden 2 500 Jahre alte Textilien in erstaunlich gutem Zustand gefunden. Sie lassen darauf schließen, dass einige der präkolumbischen Kulturen für Webarbeiten in erster Linie Baumwollfasern verwendeten. Im zentralen Andengebiet wurde auch Wolle von Lamas, Alpakas und Vicuñas verarbeitet. Die daraus gewebten Stoffe wurden mit Pflanzenfarben gefärbt. Zur Verzierung wurden figürliche und ornamentale Motive hineingewebt oder nachträglich auf die Stoffe gemalt, gestempelt oder gestickt. Im postklassischen Mesoamerika und in Peru waren auch Umhänge aus Federn gebräuchlich.

6

Das mesoamerikanische Gebiet

Die Mehrzahl der mesoamerikanischen Kulturstätten aus präkolumbischer Zeit findet sich im heutigen Mexiko.

6.1

Präklassische Periode

Die wichtigsten präklassischen Kulturen in Mexiko waren die der Olmeken und die westlichen Indianerkulturen von Colima, Jalisco und Nayarit.

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