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Sabah

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Gipfel des KinabaluGipfel des Kinabalu
Artikelgliederung
1

Einleitung

Sabah (früher Britisch-Nordborneo), seit 1963 Gliedstaat Malaysias, am nördlichsten Ende der Insel Borneo gelegen. Sabah grenzt im Nordwesten und Norden an das Südchinesische Meer, im Nordosten an die Sulusee, im Südosten an die Celebessee, im Süden an Kalimantan und im Westen an Sarawak. Die Insel Labuan, die vormals zu Sabah gehörte, wurde 1984 Bundesterritorium. Sabah besitzt (einschließlich Labuan) eine Gesamtfläche von 73 710 Quadratkilometern sowie 1 450 Kilometer Küste. Die Hauptstadt ist Kota Kinabalu, eine Hafenstadt an der Westküste.

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Land

Sabah ist äußerst gebirgig. Die Gebirgszüge Crocker, Terus Madi und Witti überziehen ungefähr die Hälfte des Staates. Mount Kinabalu (4 101 Meter) im Crocker-Gebirge ist der höchste Gipfel in Südostasien. Die einzige größere Tiefebene befindet sich in der Küstengegend. Sowohl der Küstengürtel als auch die Berghänge sind dicht bewaldet. Wegen des felsigen Terrains besitzen die Flüsse eine rasche Strömung und sind häufig mit Stromschnellen durchsetzt. Der größte Fluss Sabahs, der Kinabatangan, ist für flach gebaute Boote von der Sulusee aus etwa 193 Kilometer weit landeinwärts befahrbar. Auch die Flüsse Labuk und Padas sind wichtige Wasserstraßen. Das Klima ist feucht-tropisch.

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Bevölkerung

Im Großraum von Kota Kinabalu, vormals Jesselton, wohnen 210 000 Menschen. Andere größere Städte sind Tawau (245 000 Einwohner) und Sandakan (225 000 Einwohner). Sabah hat eine Gesamtbevölkerung von gut 1,79 Millionen (einschließlich Labuan). Die Bevölkerungsdichte liegt bei 24 Einwohnern pro Quadratkilometer. In Sabah leben ungefähr 30 verschiedene ethnische Gruppen, die größtenteils der ursprünglichen Bevölkerung, den Dayaks, angehören. Hierzu zählen die Dunsun, Bahau und Brunei, die von Landwirtschaft und Fischerei leben, die Murut (Bewohner der Bergregionen), die Suluk, die sich vorwiegend vom Meeresfischfang ernähren, und die Kadayan. Letztere bilden die größte Gruppe. Sie sind ein traditionell landwirtschaftlich geprägtes Volk und konvertierten im 16. Jahrhundert zum Christentum. Die Chinesen stellen die größte Bevölkerungsgruppe unter den Einwanderern der jüngeren Zeit dar (16 Prozent der Gesamtbevölkerung). Daneben gibt es kleinere Gruppen von Malaien, Indern und Europäern. Seit den siebziger Jahren sind zahlreiche arbeitsuchende Einwanderer von den Philippinen und aus Indonesien hinzugekommen. Sie bilden eine nicht zu übersehende Minderheit, deren Anwesenheit in Sabah zu politischen Spannungen führte. Die offizielle Landessprache ist Bahasa Malaysia, auch Englisch ist weit verbreitet. Ungefähr ein Viertel der Bevölkerung Sabahs gehört dem Christentum an, daneben gibt es auch eine große muslimische Gemeinde. Etwa acht Prozent bekennen sich zum Buddhismus. Außerdem werden noch traditionelle Religionen ausgeübt.

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Verwaltung und Politik

Sabah ist einer von vier malaysischen Staaten, die keine Erbmonarchie haben. Das Staatsoberhaupt trägt den Titel Yang di-Pertua Negeri Sabah, was einem Gouverneur entspricht. Er wird vom Yang di-Pertuan Agong, dem gewählten König Malaysias, auf Vorschlag des obersten Ministers für eine vierjährige Amtsperiode ernannt. Dem Gouverneur steht als Exekutivgewalt ein Staatskabinett zur Seite, an dessen Spitze der oberste Minister steht. Die gesetzgebende Versammlung besteht aus dem Sprecher, 48 gewählten Mitgliedern und maximal sechs ernannten Mitgliedern. Wahlen zur gesetzgebenden Versammlung werden alle fünf Jahre abgehalten.

Durch die Parlamentswahlen von 1985 wurde die bis dahin regierende Partei Berjaya von der neu gebildeten Partei Basat Sabah (PSB) abgelöst. Die christlich orientierte PSB wurde 1985 mit Unterstützung der Kadayan gegründet und war eine Reaktion auf die zunehmend proislamische Politik der Berjaya. Die Niederlage der Berjaya hatte zur Folge, dass Sabah nun der einzige der 13 Staaten Malaysias war, dessen Regierungspartei nicht der Nationalen Front angehörte, einer Koalition, welche die bundes- und einzelstaatliche Politik Malaysias seit 1969 lenkt. Der Wahlsieg der PSB wurde von der muslimischen Opposition angefochten. So kam es Mitte 1986 zu Neuwahlen, in denen die Partei ihre Stimmenmehrheit sogar noch ausbauen konnte. Dies bewirkte, dass die PSB schließlich in den Zusammenschluss der Nationalen Front aufgenommen wurde und die Wahlen von 1990 erneut gewann.

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