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SabahEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Rohöl und Holz sind die wichtigsten Einkommensquellen. Das Öl kommt zu einem Großteil aus den Tembungo-Ölfeldern vor der Küste. Sabah ist der drittgrößte Ölproduzent unter den Staaten Malaysias. Weitere wichtige Exportgüter sind Kautschuk, Kopra, Hanf, Tabak und Rattan. Sabah besitzt reiche Vorkommen an Mineralien, darunter Zinn, Antimon, Gold, Diamanten, Eisen und Schwefel. Das schwer zugängliche Terrain und die unzulängliche Infrastruktur behindern aber den Abbau der Bodenschätze. Der Großteil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, auch die Fischerei ist bedeutend. Angebaut wird vor allem Reis. Die Insel Labuan entwickelt sich zurzeit zu einem internationalen Finanzzentrum. Der Tourismus wird für ganz Sabah immer wichtiger.
Sabahs Beziehungen zum Ausland waren jahrhundertelang auf die Philippinen beschränkt. Der europäische Einfluss nahm ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu. Die Briten waren besonders aktiv und machten Labuan 1848 zu einer Kronkolonie. Das Festland Nordborneos geriet 1877 unter britischen Einfluss, als eine private Handelsgesellschaft einen Pachtvertrag über den Großteil Nordborneos übernahm. Die Gesellschaft schloss in der Folgezeit Verträge mit den Sultanen von Brunei und Sulu, durch die sie die vollständige Kontrolle über das Territorium bekam. 1881 erhielt die Handelsgesellschaft eine königliche Charta, die sie bevollmächtigte, unter dem Namen Britische Nordborneo-Kompanie das Territorium im Namen der Krone zu verwalten. 1888 wurde Nordborneo britisches Protektorat. Die Gesellschaft behielt ihre königlichen Vollmachten noch bei, bis 1946 Britisch-Nordborneo zur Kronkolonie erklärt wurde. Sabah wurde im 2. Weltkrieg von japanischen Truppen besetzt. Als am 16. September 1963 die unabhängige Föderation Malaysia proklamiert wurde, trat Britisch-Nordborneo unter dem neuen Namen Sabah als Mitgliedsstaat bei.
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