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Windows Live® Suchergebnisse ToxineEnzyklopädieartikel
Toxine, organische Substanzen, die im Stoffwechsel von Lebewesen (z. B. Bakterien, Pflanzen, Pilzen und Tieren) gebildet werden und eine schädliche oder tödliche Wirkung auf die Zellen anderer Organismen haben. Toxine von Bakterien werden im Wirtsorganismus von diesen ausgeschieden oder mit Nahrungsmitteln aufgenommen. Pflanzengifte bezeichnet man als Phytotoxine und Tiergifte als Zootoxine. Von besonderer Bedeutung sind jene Toxine, die beim Menschen Infektionskrankheiten wie Botulismus, Ruhr, Tetanus und Diphtherie hervorrufen. Da sie sehr empfindlich gegenüber chemischen und physikalischen Einflüssen sind, lassen sie sich nur schwer isolieren. Die Kenntnisse über sie hat man vorwiegend aus den Wirkungen abgeleitet, die sie bei einer Injektion in einen Organismus hervorrufen. Toxine wirken sehr spezifisch und besitzen unterschiedliche immunologische Eigenschaften. Der chemische Aufbau vieler Toxine ist im Einzelnen noch nicht bekannt, doch handelt es sich meist um Proteine oder Lipopolysaccharide. Man unterscheidet Endotoxine, die in der Regel erst bei der Zerstörung der Zelle freigesetzt werden, von Exotoxinen, die von der lebenden Bakterienzelle abgegeben werden. Sie bestehen aus einer Gruppe, die für die spezifische Bindung des Toxins an eine Zelle verantwortlich ist, sowie einer toxophoren Gruppe, die für die Giftwirkung verantwortlich ist. Toxine sind spezifisch synthetisierte Substanzen und lösen die Bildung von Antikörpern (natürlicher, körpereigener Abwehrstoffe) aus. Toxoide sind entgiftete Toxine, denen man durch eine geeignete Behandlung die Giftwirkung genommen hat. Sie lösen aber nach Injektion in den Organismus dennoch die Produktion von Antikörpern aus. Siehe auch Antitoxin
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