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Windows Live® Suchergebnisse Albert MichelsonEnzyklopädieartikel
Albert Michelson (1852-1931), deutschstämmiger amerikanischer Physiker, der in einem berühmten Experiment bestimmen wollte, mit welcher Geschwindigkeit sich die Erde durch den in der klassischen Physik hypothetisch angenommenen Äther bewegt. Michelsons erstmals 1881 durchgeführtes Experiment trug dazu bei, die Nichtexistenz des Äthers zu beweisen. 1907 wurde Michelson der Nobelpreis für Physik verliehen, da er äußerst genaue Messgeräte entwickelt und wichtige Untersuchungen damit durchgeführt hatte. Er war der erste amerikanische Nobelpreisträger. Michelson wurde am 19. Dezember 1852 in Strelno (heute Strzelno, Polen) geboren und kam schon als Kind in die USA. Er studierte an der United States Naval Academy und an den Universitäten von Berlin, Heidelberg und Paris. Von 1889 bis 1892 war er Professor für Physik an der Clark Universität, und von 1892 bis 1929 leitete er die Abteilung für Physik an der Universität von Chicago. Michelson ermittelte 1882 mit selbst entworfenen Geräten und mit hoher Genauigkeit die Lichtgeschwindigkeit. Sein Messwert behielt 50 Jahre lang Gültigkeit. Im Jahr 1887 erfand Michelson das Interferometer und benützte es für ein weiteres berühmtes Experiment, das er mit dem amerikanischen Chemiker Edward Williams Morley durchführte. Zu dieser Zeit wurde angenommen, dass sich Licht in Wellen durch einen Äther fortpflanze und dass sich die Erde relativ zum ruhenden Äther bewege. Das Michelson-Morley-Experiment zeigte, dass zwei Lichtstrahlen, die die Erde in verschiedenen Richtungen verlassen, bei gleicher Geschwindigkeit reflektiert werden. Nach der Äthertheorie hätten die Strahlen – abhängig von der Geschwindigkeit der Erde – als Wellen mit verschiedenen Geschwindigkeiten reflektiert werden müssen. Somit diente das Experiment zum Nachweis, dass es keinen Äther gibt. Diese Ergebnisse bestätigten auch die späteren Entwicklungen der Relativitätstheorie. Michelsons starb am 9. Mai 1931 in Pasadena (USA). Seine wichtigsten Arbeiten sind: The Velocity of Light (1902) und Studies in Optics (1927).
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