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Italien

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Italien (Flagge und Hymne)Italien (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
6.5

Währung und Bankwesen

Währungseinheit ist seit dem 1. Januar 2002 der Euro zu 100 Cents, der die Italienische Lira (= 100 Centesimi) als Währung ablöste. Mailand und Rom sind die wichtigsten Finanzzentren des Landes.

6.6

Außenhandel

Seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts sind die Handelsbeziehungen Italiens vor allem zu den anderen Mitgliedsländern der Europäischen Gemeinschaft intensiviert worden. Die Abhängigkeit Italiens vom Import wichtiger Rohstoffe führte bis in die achtziger Jahre hinein überwiegend zu negativen Handelsbilanzen. Mittlerweile verzeichnet die italienische Volkswirtschaft eine positive Handelsbilanz, die Einnahmen des Exports übersteigen die Ausgaben des Imports.

Wichtigste Exportgüter sind Maschinen und Kraftfahrzeuge, Agrarprodukte (vor allem Oliven, Obst, Wein und Reis), chemische Erzeugnisse, Textilien, Bekleidung und Schuhe. Der Hauptanteil der italienischen Exportwaren wird nach Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Spanien, die USA und die Schweiz geliefert. Zu den Hauptimportprodukten zählen Maschinen, Fahrzeuge, Rohöl, Kohle, Nahrungsmittel und Baumwolle. Importiert wird überwiegend aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Großbritannien und Belgien.

6.7

Verkehrswesen

Italien verfügt über eine der größten Handelsflotten der Welt. Die wichtigsten Häfen Italiens sind u. a. Genua, Triest, Augusta, Tarent und Venedig, Livorno, Neapel, Ravenna, Syrakus und La Spezia. Zwischen dem Festland und mehreren Inseln im Mittelmeer bestehen regelmäßige Schiffsverbindungen.

Das Eisenbahnnetz erstreckt sich über 16 751 Kilometer, mehr als die Hälfte davon ist elektrifiziert. Die meisten Bahnlinien sind staatlich.

Italien verfügt über ein etwa 484 688 Kilometer langes Straßennetz, einschließlich circa 6 000 Kilometer gebührenpflichtiger Autobahnen (autostrada). Mit den nördlichen Nachbarstaaten Österreich und der Schweiz ist Italien verkehrstechnisch durch mehrere Alpenübergänge sowie durch Straßen und Bahnlinien verbunden, die teilweise durch Tunnels verlaufen. Der Montblanc-Tunnel, einer der längsten Autotunnels der Welt, wurde 1965 zwischen Italien und Frankreich eröffnet. Diese beiden Länder sind seit 1980 auch durch den Mont-Fréjus-Straßentunnel verbunden.

Alitalia, die staatliche Fluggesellschaft, wickelt sowohl inländischen als auch ausländischen Flugverkehr ab. Der frequentierteste Flughafen ist Leonardo da Vinci bei Rom, der größte internationale Flughafen ist Malpensa bei Mailand. Ebenfalls bedeutend sind die Flughäfen von Neapel, Turin, Venedig, Rimini und Catania.

6.8

Tourismus

Seit einigen Jahrzehnten zählt der Fremdenverkehr zu den ergiebigsten Einnahmequellen Italiens, das zu den klassischen Reiseländern zählt. Bevorzugte Regionen sind die Alpen, die Küstengebiete am Ligurischen und Adriatischen Meer, die großen Städte sowie kleinere Städte und Orte, in denen Baudenkmäler verschiedener Epochen erhalten sind. 1999 kamen nahezu 36 Millionen Besucher aus dem Ausland nach Italien.

6.9

Energie

Italien ist auf umfangreiche Energieimporte, vor allem Steinkohle, Erdöl und Erdgas, angewiesen. 82,4 Prozent der in Italien erzeugten Energie liefern Wärmekraftwerke. Ebenfalls bedeutend ist die Energieproduktion in Wasserkraftwerken (13,4 Prozent). Eine Besonderheit im Energiesektor ist die Nutzung der Erdwärme nahe der toskanischen Stadt Larderello. Dort wird Strom aus vulkanischen Dämpfen gewonnen.

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