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Ulysses Grant

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General Ulysses S. GrantGeneral Ulysses S. Grant
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Die Präsidentschaft

Die Erfahrungen, die Grant im militärischen Bereich gesammelt hatte, waren eine schlechte Grundlage für die neuen Aufgaben, die ihn jetzt erwarteten. Grant war mit so diffizilen Problemen wie der Reconstruction, der Beamtenreform und dem wirtschaftlichen Ausgleich zwischen Nord und Süd konfrontiert; zugleich gelang es ihm nicht, fähige Ratgeber zu verpflichten und sich der überall verbreiteten Korruption zu entziehen. Durch die Eingliederung der Südstaaten in die Union ermutigt unternahm Grant ernsthafte Anstrengungen, die vom Kongress beschlossene Reconstruction durchzuführen, was ihm langfristig gesehen jedoch nicht gelang. Grant setzte sich für den Schutz der Rechte der befreiten Sklaven ein, konnte aber nicht verhindern, dass die Weißen in fast allen Südstaaten wieder ihre Vorherrschaft über die Schwarzen auf- und ausbauten, z. B. mit Hilfe des Ku Klux Klans.

Auch Grants Versuch, den Vergabemodus von Beamtenposten und damit das Beamtentum insgesamt zu reformieren, blieb in gut gemeinten Ansätzen stecken (1871), und seine Unerfahrenheit in wirtschaftlichen Angelegenheiten brachten den Goldmarkt an den Rand einer Katastrophe (1869). Reformer aus der Republikanischen Partei hatten nach ihrem Bruch mit der Regierung die Partei der Liberal-Republikaner gegründet und 1872 Horace Greeley gegen Grant als Präsidentschaftskandidaten nominiert. Damit war ein Kandidat aufgestellt, der auch die Zustimmung der Demokraten fand; trotzdem unterlag er Grant in der Präsidentschaftswahl eindeutig. Grants zweite Amtszeit war von zahlreichen Skandalen beherrscht. So wurden z. B. in der Affäre um die Crédit Mobilier der Vizepräsident Schuyler Colfax und andere der Bestechung angeklagt; im so genannten Whiskey Ring machte Grants Sekretär mit einigen Whiskeybrennern zum Zweck der Steuerhinterziehung gemeinsame Sache; und schließlich wurde die Regierung noch durch das Amtsenthebungs-Verfahren gegen Kriegsminister William W. Belknap überschattet. All diese Skandale trugen zum Scheitern der Regierung bei. Darüber hinaus führte die Wirtschaftskrise von 1873 zu hoher Arbeitslosigkeit und zu einer Mehrheit der Demokraten im Repräsentantenhaus.

Lediglich in der Außenpolitik konnte Grant einige Erfolge verzeichen. Zwar lehnte der Senat zunächst den zweifelhaften Plan eines Ankaufs von Santo Domingo ab, aber dann konnte Außenminister Hamilton Fish mit dem Vertrag von Washington (1871) mit Großbritannien und mit seiner Politik während des kubanischen Aufstands gegen Spanien Erfolge vorweisen.

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Die letzten Jahre

1879 bewarb sich Grant erneut um die Kandidatur für das Präsidentenamt, unterlag jedoch seinem Mitbewerber James A. Garfield. 1881 wurde Grant in New York Mitinhaber der Firma Grant and Ward in der Wall Street. Als das Unternehmen 1884 bankrott ging, stand Grant vor dem finanziellen Ruin. Um den Unterhalt für seine Familie zu sichern, verfasste Grant, der mittlerweile an Kehlkopfkrebs litt, seine Memoiren. Grant starb am 23. Juli 1885 in Mount McGregor in New York.

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