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Windows Live® Suchergebnisse SeeotterEnzyklopädieartikel
Seeotter, an den amerikanischen und asiatischen Küsten des Nordpazifiks lebender Otter. Er ähnelt im Aussehen und Schwimmverhalten den eurasischen und nordamerikanischen Ottern. Der Seeotter ist kräftig gebaut und erreicht eine Kopfrumpflänge von 120 bis 145 Zentimetern. Seeotter ernähren sich hauptsächlich von Mollusken und Seeigeln, die sie mit ihren großen, stumpfen Zähnen aufknacken. Sie öffnen Schalentiere, indem sie diese auf dem Rücken schwimmend mit Hilfe von Steinen aufbrechen. Das Weibchen bringt pro Wurf nur ein Junges zur Welt. Dieses wird gesäugt, während das Muttertier auf dem Rücken im Wasser schwimmt. Der Seeotter ist das einzige im Meer lebende Säugetier ohne eine isolierende Speckschicht, die ihn vor dem eisigen Wasser des Ozeans schützen könnte. Als Ausgleich für das Fehlen der Speckschicht muss der Seeotter ständig sein Fell putzen, es sorgfältig sauber halten und einfetten und so dafür sorgen, dass seine Haut von einer schützenden Luftschicht umgeben ist, die das Fell umschließt. Wenn das Fell mit Tankeröl verschmutzt wird, verliert es seine Fähigkeit, den Körper vor dem kalten Meerwasser zu schützen: Das Fell verfilzt durch das Öl, und die Bildung eines Luftpolsters wird verhindert. Außerdem nimmt der Otter bei der Fellreinigung das Öl in sich auf, wodurch er zumeist krank wird und stirbt. Der Pelz des Seeotters gehört zu den wertvollsten Pelzen überhaupt. Das braune Unterfell ist weich, dicht und wollig. Darüber liegt das gröbere äußere Fell, welches längere Deckhaare mit grauen Spitzen aufweist. Der Seeotter war einst in großer Zahl verbreitet, wurde jedoch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fast bis zur Ausrottung gejagt. Spätere Schutzmaßnahmen führten zum Anwachsen des Bestands entlang der Küsten Kaliforniens und Alaskas. Wie US-amerikanische Meeresforscher 1998 im Wissenschaftsmagazin Science berichteten, werden Seeotter vor der Küste Alaskas seit 1991 intensiv von Schwertwalen erbeutet. Dies führt zu einer Bestandszunahme von Seeigeln und damit zum Rückgang von Seegras-Wiesen. Trotz dieses natürlichen Räuberdrucks war der Gesamtbestand der Seeotter 2001 wieder auf 150 000 Tiere angewachsen. Systematische Einordnung: Der Seeotter gehört zur Familie Mustelidae in der Ordnung Carnivora. Seine wissenschaftliche Bezeichnung lautet Enhydra lutris.
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