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Sulfate, Sammelbezeichnung für die Salze der Schwefelsäure (H2SO4). Prinzipiell lassen sich entweder ein oder auch beide Protonen der Schwefelsäure durch Reste ersetzen. Allgemein unterscheidet man dabei die Hydrogensulfate mit der Summenformel MHSO4 von den Sulfaten mit der Formel M2SO4. bzw. MSO4. Meistens handelt es sich bei den Resten um Metallkationen. „Organische Sulfate” (z. B. Alkylsulfate) findet man in der Fachliteratur auch häufig unter dem Begriff Schwefelsäureester. Die Hydrogensulfate sind vor allem von den Alkalimetallen bekannt. Sie lassen sich leicht in Wasser lösen und gehen beim Erhitzen auf etwa 200 °C unter Abspaltung von Wasser in Disulfate (M2S2O7, auch Pyrosulfate) über. Bei höherer Wärmezufuhr kommt es zur Abspaltung von Schwefeltrioxid (SO3), und es bilden sich normale Sulfate (M2SO4). Mit Ausnahme von Barium-, Blei-, Calcium- und Strontiumsulfat sind die Sulfate der anderen Metalle relativ wasserlöslich. Häufig neigen diese Sulfate dazu, mit mehreren Mol Kristallwasser zu kristallisieren. Einige dieser Salze bezeichnete man früher auch als Vitriole (z. B. Eisen- oder Kupfervitriol). Bei den so genannten Alaunen handelt es sich um Doppelsulfate. Sulfate zählen zu den Mineralien und sind u. a. ein Inhaltsstoff des natürlichen Wassers. Ein häufig in der Natur vorkommendes Sulfat ist Gips. Siehe Schwefel
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