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  • Michelangelo Merisi da Caravaggio – Wikipedia

    Dieser Artikel behandelt den Maler Michelangelo Merisi. Für weitere Personen mit dem Zusatz da Caravaggio siehe Caravaggio (Begriffsklärung).

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    Caravaggio ist eine Filmbiografie von Regisseur Derek Jarman über den italienischen Maler Michelangelo Merisi da Caravaggio. Gedreht wurde das Drama im Jahr 1986 in verlassenen ...

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Caravaggio

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Die FalschspielerDie Falschspieler

Caravaggio, eigentlich Michelangelo Merisi, (1573-1610), italienischer Barockmaler, der einer am Studium der Natur orientierten Darstellungsweise in der Malerei zum Durchbruch verhalf. Von großer Bedeutung für die naturalistische Wirkung seiner klaren Formen war sein virtuoser Umgang mit der Technik des Chiaroscuro (Helldunkelmalerei) mit kontrastierenden Licht- und Schattenflächen.

Er wurde am 28. September 1573 in Caravaggio, einer kleinen Stadt in den Hügeln der Lombardei in der Nähe von Bergamo, geboren, deren Namen er später übernahm. Unter anderem verbrachte er wahrscheinlich mehrere Jahre als Schüler von Simeone Peterzano in Mailand, bevor er 1593 nach Rom ging und für den als „Cavaliere d’Arpino” bekannten Manieristen Giuseppe Cesari arbeitete. Er malte hauptsächlich Früchte- und Blumenstillleben, die leider verloren gingen. Zu seinen bedeutendsten Frühwerken zählen Genrebilder, die vorbildhaft auf die gesamte Barockmalerei wirken sollten, mit Darstellungen junger Leute, wie Die Musikanten (um 1591-1592, Metropolitan Museum of Art, New York), eine Auftragsarbeit des Kardinals Francesco del Monte, seines ersten wichtigen Förderers in Rom, Jugendlicher Bacchus (um 1595, Uffizien, Florenz) oder Die Wahrsagerin (1594, Louvre, Paris). Für seine Porträts, die anfangs bevorzugt Szenen aus dem Alltagsleben darstellten, später jedoch verstärkt religiöse Themen aufgriffen, wählte er meist Modelle aus dem einfachen Volk, wie es zur Zeit der Gegenreformation der Vorliebe für Realismus, Einfachheit und tiefer Frömmigkeit in der Kunst entgegenkam.

Zu künstlerischer Reife gelangte Caravaggio, als er von dem Kardinal Matteo Contarelli beauftragt wurde, eine Kapelle in der Kirche San Luigi dei Francesi in Rom mit Szenen aus dem Leben des heiligen Matthäus auszuschmücken (abgeschlossen um 1600). In Die Berufung des heiligen Matthäus (um 1599 bis 1600) beleuchtet ein schräg von rechts oben einfallender Lichtstrahl die Handbewegung Christi (der von Michelangelos Adam in der Sixtinischen Kapelle nachempfunden) und die anderen Figuren, die nach der damaligen Mode gekleidet sind. Um 1601 erhielt Caravaggio einen weiteren großen Auftrag zur Ausschmückung der Kirche Santa Maria del Popolo, für die er die beiden Gemälde Bekehrung des Saulus und Die Kreuzigung Petri schuf, die ebenfalls von dem starken Gegensatz zwischen Licht und Schatten beherrscht werden, der von dieser Zeit an sein Werk bestimmen sollte. In dem erstgenannten Gemälde kommt dem Lichtstrahl eine symbolische Bedeutung zu: Er stellt das Geschenk des Glaubens an Saulus dar.

Caravaggios Leben verlief äußerst turbulent. Er wurde mehrmals verhaftet und verbrachte einige Zeit im Gefängnis. 1606 musste er aus Rom, wo er des Mordes angeklagt war, nach Neapel fliehen. Dort arbeitete er mehrere Monate und schuf bedeutende Werke, wie die Geißelung Christi (San Domenico Maggiore, Neapel), die der neapolitanischen Malerei entscheidende Impulse gab. Gegen Ende des Jahres 1606 reiste er nach Malta, wo er zum Ritter des Malteserordens ernannt wurde und eines seiner wenigen Porträts schuf, das den Großmeister des Ordens, Alof de Wignacourt (1608, Louvre, Paris), darstellt. Im Oktober 1608 wurde er erneut verhaftet und ins Gefängnis geworfen, konnte jedoch entfliehen und schiffte sich nach Syrakus in Sizilien ein. Während seines Aufenthalts dort schuf er mehrere monumentale Altarbilder, darunter das Begräbnis der heiligen Lucia (1608, Santa Lucia, Syrakus) und die Auferweckung des Lazarus (1609, Museo Nazionale, Messina). Er starb am 18. Juli 1610 bei einem Versuch nach Rom zurückzukehren am Strand von Port’Ercole in der Toskana an heftigem Fieber.

Auch wenn die Verwendung starker Helldunkel-Effekte und die Bemühung um Realismus in der Darstellung bis in die norditalienische Kunst des ausgehenden 16. Jahrhunderts zurückzuverfolgen ist, so gelang es Caravaggio doch, in dieser Hinsicht nicht nur die zeitgenössische Malerei des frühen Barock in Rom, die vom antiklassischen Manierismus beherrscht war, entscheidend zu beeinflussen, sondern auf die gesamte europäische Barockmalerei einzuwirken. Trotz seiner Beteuerungen, dass einzig und allein die Natur seine Lehrmeisterin sei, hatte er offensichtlich die Malweise der großen Meister der Frührenaissance, insbesondere die Michelangelos, studiert und Anregungen von ihnen übernommen. Während des gesamten 17. Jahrhunderts blühte in Italien und anderen Ländern, wie den Niederlanden, Frankreich und Spanien, eine als Caravaggismus bezeichnete naturalistische Strömung, die auf der begeisterten Nachahmung seiner Malerei beruhte. 1986 schuf der britische Regisseur Derek Jarman unter dem Titel Caravaggio ein expressiv-opulentes Filmporträt des Malers.

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