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Assurbanipal

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AssurbanipalAssurbanipal

Assurbanipal (auch Aschur-Bani-Apli, Regierungszeit 669-627 v. Chr.), letzter großer Herrscher Assyriens. Er erbte ein riesiges Königreich, das sich vom heutigen Nordägypten bis Persien erstreckte. 652 v. Chr. hatte er sein Herrschaftsgebiet so weit ausgedehnt, dass es das heutige Südägypten und Westanatolien mit einschloss.

Seine Herrschaftszeit gilt als der Höhepunkt der assyrischen Kultur. Er gehörte zu den wenigen antiken Herrschern des Nahen Ostens, die des Lesens und Schreibens mächtig waren, und ließ als erster durch Gelehrte in Ninive eine bedeutende Sammlung von Keilschriftentafeln zusammentragen. Sie umfasste didaktische, literarische und religiöse Texte und war wahrscheinlich die bedeutendste Bibliothek des Alten Orient. Seine königlichen Residenzen, besonders die in Ninive, ließ er mit prächtigen Reliefs schmücken, die Kriegs-, Jagd- und Alltagsszenen aus dem Palastleben darstellten.

Obwohl das Assyrische Reich unter Assurbanipal seine größte Ausdehnung erfuhr, gab es bereits während seiner Herrschaft erste Anzeichen des Niedergangs. Im Jahre 652 v. Chr. führte sein Bruder Shamash-Shum-Ukin eine Revolte an, die von den benachbarten Babyloniern, Aramäern, Elamitern und Arabern unterstützt wurde. Assurbanipal brauchte vier Jahre, um Babylonien zu unterwerfen und mindestens drei weitere, um die anderen Rebellen zu bestrafen. Der riesige militärische Aufwand, der dafür nötig war, hatte jedoch die Mittel seines Reiches erschöpft, so dass es in den Wirren nach seinem Tode zugrunde ging.

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