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Francisco de Quevedo

Enzyklopädieartikel

Francisco de Quevedo (1580-1645), spanischer Schriftsteller und größter Satiriker des spanischen Siglo de oro (Goldenen Zeitalters). Quevedo stammte aus Madrid und studierte an den Universitäten Alcalá und Valladolid. Von 1613 bis 1620 gehörte er dem spanischen diplomatischen Dienst in Italien an und kehrte 1623 nach Spanien zurück. 1632 wurde er zum Sekretär König Philipps IV. ernannt. Quevedo trat in seinem literarischen Schaffen vorrangig als Satiriker und Moralist hervor und zählte zu den profiliertesten Schriftstellerpersönlichkeiten seiner Epoche. Er gilt als Hauptrepräsentant des Conceptismo, der sich durch die Verwendung kühner Metaphern, Wortspiele und Paradoxa auszeichnet. Zu seinen Hauptwerken gehören der Schelmenroman La vida del buscón (1626, Leben des Buscón) und seine Satire Sueños (1627, Träume), die, den literarischen Mustern der antiken Jenseitsreise und der mittelalterlichen Höllenfahrt folgend, ein Panorama menschlicher Schwächen und sozialer Missstände entfalteten.

Siehe auch Spanische Literatur: Renaissance und Goldenes Zeitalter

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